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Bericht über die Familienwanderung zur Martinsgans am 15. November 2015

Familienwanderung zur Martinsgans

Es war ein typischer Novembertag. Regnerisch, grau und sehr windig. Es hatte mich gewundert, dass von den angemeldeten Teilnehmern nahezu niemand die Wanderung abgesagt hatte. Die Belohnung am Ende der Tour war doch zu verlockend. Bei dem Kinderbuchautor Janosch erzählte der Fuchs dem kleinen Tiger und Bären, dass er bei der Tante Gans zum Essen eingeladen war. Die Diva lässt eben bitten! Das Ergebnis am Ende der Veranstaltung ist das Gleiche. In beiden Fällen war der Weg lang, manchmal etwas beschwerlich und am Ende doch sehr lohnend.

So machten sich 16 Wanderer und zwei Hunde in Windischhausen auf den Weg nach Auernheim. Der „Anstieg“ führte dazu, dass nach kurzer Zeit die Bekleidung etwas lockerer wurde. Der Weg führte uns weiter, an der Peripherie des höchst gelegenen Dorfes von Mittelfranken entlang Richtung Schlittenhart. An einem relativ windstillen Plätzchen wurde eine Rast eingelegt. Gerhard hatte ca. drei Liter selbstgekochten Glühwein mitgebracht, der an diesem stürmischen Tag auf eine rege Nachfrage stieß – ebenso wie die anderen Leckereien von den Mitwanderern.

Mit jedem zurückgelegten Kilometer wuchs das Verlangen nach der Diva! Fragen wie: “Kann man abkürzen“ oder „um welche Uhrzeit soll das Rendez-vous stattfinden, wurden immer drängender.

Von Schlittenhart ging es auf direktem Weg Richtung Degersheim. Allerdings wurde diese Ortschaft links liegen gelassen und nach Rohrach „abgestiegen“ und auf der gegenüberliegenden Hangseite Richtung Großholz weitergewandert. Die Sonnenstrahlen, wirklich Sonnenstrahlen, die sich zwischenzeitlich eingestellt hatten, wurden in einer weiteren kleinen Rast redlich ausgenutzt. Fünf von acht Damen engagierten sich um die besten Plätze auf der vorhandenen Parkbank. Die Männer gaben sich anderen Vergnügungen hin. So wurden beispielsweise die Hunde mit „Stöckchen werfen“ ausgiebig beschäftigt. Manchmal wird ja den Frauen nachgesagt, dass sie nicht werfen können (Bälle usw.). Ich habe festgestellt, dass es bei den Männern nicht viel besser aussieht. Landete doch das eine oder andere Stöckchen auf einem Frauenbein und der unmittelbar nachfolge Hund auf der Frau – fast wie bei einer innigen Liebesbeziehung. Ich glaube den Hunden hat es Spaß bereitet.

Familienwanderung zur Martinsgans

Weiter auf dem Altmühl-Panoramaweg ging es nach Windischhausen. Dabei konnten wir den Weg gar nicht verfehlen, zeigte uns doch ein am Wegesrand aufgehängter Damenslip den weiteren Weg. Wir kehrten im Gasthaus „Zum Goldenen Stern“ bei der Familie Knoll ein. Nach dem jeder Wanderer und inzwischen dazu gestoßene Nichtwanderer aus unserer Sektion mit Getränken versorgt waren kam sie endlich – die Diva!!!
Schön gebräunt und knusprig – zart im Fleisch – nicht zu groß oder gar zu klein geraten, versehen mit zwei Bällen, die man Knödel nennt und leicht garniert mit einem rotbraunen Röckchen (Blaukraut). Einfach eine Augenweite! Wer sich dieser fleischlichen Gaumenlust im Vorfeld hingab meinte die Worte gehört zu haben: „Vernasch mich doch!“ Davon wurde auch Gebrauch gemacht.

Familienwanderung zur Martinsgans

Einen Nachschlag hat niemand bestellt.
Damit schließt sich der Kreis. Auch wir konnten den Besuch bei der Tante Gans, unserer Diva, in vollen Zügen genießen und von einer anstrengenden Wanderung über 16 km war nichts mehr zu hören. Ob es den Damen der „Rockenstube“, die auch einen Besuch bei der Tante Gans machen wollen, ähnlich ergeht?

G. Rosenbauer

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