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Herbstausklang im Karwendel

Bergwanderung im Karwendel mit Winterraumübernachtung vom 30.10. – 01.11.2016

Unterkunft: Winterraum der Falkenhütte (1846 m) DAV
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 6, alles Sektionsmitglieder

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Ein großes Azorenhoch sorgte für blank geputzten Himmel über dem Karwendel als wir mit großen Rucksäcken von der Eng Richtung Falkenhütte aufstiegen. Unser kleiner Bergsteiger Paul (5) marschierte voraus und sorgte für gemäßigtes Tempo. Die Riemen der Rucksäcke drückten, aber die tolle Bergkulisse der Karwendelnordwände ließ dies schnell vergessen. Durch gemischten und teilweise noch bunten Bergwald ging es hoch zum Hohljoch, wo unser Ziel, die Falkenhütte, und die Laliderer Wände sichtbar wurden. Nun war es nicht mehr weit zur Hütte und die Spannung stieg. War der Winterraum schon besetzt, war noch Platz für uns oder mussten wir wieder absteigen? Der sehr schöne Winterraum befand sich in einem Nebengebäude, kein Mensch war zu sehen, die Tür war geschlossen – und keiner war drin! Wir hatten den Raum für uns – bis spät noch 2 Nürnberger auftauchten. Im Holzherd wurde Feuer gemacht, Wasser angesetzt und die Lager hergerichtet. Bald gab es Tee, Nudelsuppe und andere warme Köstlichkeiten. Mit den beiden Nürnbergern gab es nette Unterhaltung bis die Kerzen ausgeblasen wurden.
Ein herrlicher Morgen empfing die muntere Truppe auf dem Weg zum Mahnkopf (2094 m). Mehrere Gamsrudel fanden besondere Aufmerksamkeit bei Paulchen. Der Blick vom Gipfel war überwältigend: die Karwendelhauptkette mit der Birkkarspitze, der Lalidererspitze und Kaltwasserkarspitze sowie den nach Norden ziehenden Seitenketten mit Karwendelspitze und den verschiedenen Falken waren zum Greifen nah. Einen von Ihnen, den Steinfalk, wollten wir noch besteigen. Die sehr interessante Routenführung zum Schluß mit einigen kleinen Kletterstellen machte großen Spaß. Trotz einiger Bedenken schaffte auch unser Kleiner mit Hilfe der Eltern etwas verspätet den 2347 m hohen Gipfel. Auch hier kamen die Augen und schließlich auch die Mägen auf Ihre Kosten. Auf dem Rückweg genossen wir ausgiebig die warme Herbstsonne. Schon von weitem sahen wir dann schon, dass wir an diesem Abend nicht allein auf der Hütte sein würden. Insgesamt 16 Personen zwängten sich im Winterraum mit normalerweise 8 Plätzen. Was anfangs chaotisch erschien, löste sich bald in Wohlgefallen auf. Jeder nahm Rücksicht auf den Nächsten und auf den Matratzen ging es eben mal „etwas“ enger zu.
Wir standen freiwillig etwas später auf und übernahmen den Hüttenputz, räumten auf und holten Wasser aus der Quelle. Dann wanderten wir genüsslich auf dem Anmarschweg zurück in die Eng. Auf der Kaiseralm verpflegten wir uns noch zünftig, bevor wir uns noch vor der großen Autowelle auf den Heimweg machten. Es war ein schöner Abschluß unseres Bergjahres, ein Genuß für alle Bergsinne.

Karl Meier

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