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Herbstliche Berge und Glücksgefühle

Anspruchsvolle Bergwanderung in der Samnaungruppe
vom 14. – 16. Sept. 2018

Durch Desinteresse und infolge Absagen waren wir nur zu dritt unterwegs, was uns aber keineswegs störte. Die Seilbahn ab See im Paznauntal fuhr nur in großen Zeitabständen, die wir durch Genuss eines Kaffees überbrückten. Der kurze eineinhalbstündige Aufstieg zur Hütte führte durch einen riesigen Bestand von Blaubeeren, die wir uns genussvoll schmecken ließen. Die kleine Hütte, die seit kurzem mitten in einem Skizirkus steht, war leider dadurch preislich etwas verdorben, aber wir trugen das schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis mit Fassung.

Am Morgen, als wir zu unserer Tour zum Furgler aufbrachen, war das schöne Wetter des Vortages vorbei und es nieselte aus dichtem Nebel. Wir vertrauten der günstigen Wettervorhersage und machten uns trotzdem auf den Weg. Die Vorhersage von Karl, dass wir um 11 Uhr die Sonne sehen würden, erfüllte sich prompt als wir auf dem Furglerjoch ankamen. Nun ging es auf dem blockigen Nordgrat in teils leichter Kletterei auf den 3004 m hohen Gipfel. Herumziehende Nebelfetzen verhinderten zwar den Blick auf die benachbarten Gebirgsketten, gaben aber den Blick in die Täler immer wieder frei. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast turnten wir den Grat wieder zurück und legten auf dem Weg zur Hütte eine lange Pause zum sonnen und wohlfühlen ein. Auf der Hütte beschlagnahmten wir die Liegestühle und setzten unsere Wellnesseinlage fort.

Am letzten Tag lachte die Sonne vom wolkenlosen Himmel über nebelgefüllte Täler, als wir den teilweise steilen Anstieg zum Rotpleißkopf angingen. Auf dem 2938 m hohen Gipfel gönnten wir uns eine einstündige Pause zum Sonnen und Schauen. Wir sahen ein Panorama mit unzähligen Gipfeln des Verwall, der Lechtaler und Ötztaler Alpen und des Wettersteins. Sogar der Ortler lugte über dem Reschenpass hervor. Über den abwechslungsreichen Nordgrat mit schönen Drahtseilpassagen und leichten Klettereinlagen stiegen wir zur Spinnscharte ab. Die Mittagspause legten wir auf einem Grasbalkon mit Aussicht ein und ließen uns die Herbstsonne auf den Bauch brennen. Auf dem Abstieg zur Seilbahn legten wir noch eine kurze Rast auf der Hütte ein und schwebten dann hinab ins Tal. Auch diverse Staus auf dem Heimweg konnten unsere Hochgefühle nicht verderben.

Karl Meier

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Unterkunft: Ascher Hütte (2256 m) DAV
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 3, alle Sektionsmitglieder

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