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Tour 23 – Naturreise in den Nationalpark Mala Fatra (Slowakei)

Natur pur und viel Spaß

vom 9. – 16. Juni 2018

Es war eine weite Fahrt mit dem Leihbus von Lemmi´s über Regensburg – Linz – Wien – Brastislava – Zilina in das kleine Dorf Terchova-Stepanova in der Niederen Tatra. Pünktlich kamen wir an und wurden von unseren Freunden aus Meißen sowie von Vlado, unserem Führer für die nächsten Tage, herzlich begrüßt. Nach der Einquartierung in der Pension führte uns Vlado in das Programm seiner Naturwanderungen und in die Geheimnisse der slowakischen Sprache ein. Er sprach bestens deutsch, obwohl die deutsche Sprache nach seiner Ansicht viiiieeel schwieriger sei als slowakisch. Wir erfuhren viel über ihn, seine Fotofallen, die Tiere und Pflanzen im Nationalpark Mala Fatra und das deftige slowakische Essen und Trinken.Tour 23-2018 Bild 14     Tour 23-2018 Bild 17Tour 23-2018 Bild 15

Am ersten Wandertag fuhren wir erst an den Rand des Nationalparks und wanderten durch Wälder und Wiesen voller Blumen und Orchideen. Dabei lernten wir Fotofallen kennen, mit denen Tiere (Bären, Wölfe, Luchse, Wildschweine, Eichhörnchen usw.) in freier Wildbahn gefilmt werden. Die Mittagspause wurde dazu genützt, Fleisch- und Wurststücke sowie Paprika und Zwiebeln auf Haselnußstecken aufzuspießen und ein Lagerfeuer zu entfachen, über dem dann gebrutzelt wurde. Zum Gegrillten gab es dann Tomaten und Gurken sowie slowakischen Rotwein. Dabei zeigte uns Vlado, wie man aus der Flasche trinkt ohne sie mit den Lippen zu berühren und dabei nichts zu verschütten. Derart gestärkt wurde die schöne Wanderung fröhlich fortgesetzt.

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Am Tag 3 starteten wir direkt von unserer Unterkunft zu einer Alm, wo eine Bierpause eingelegt wurde, bevor es in eine der schönsten Schluchten der Slowakei weiter ging. Über Stege und luftige Leitern durchquerten wir die wildromantische Schlucht. Die Mittagspause in einem Weiler wurde mit allerlei Würsten und Käse sowie Rohkost „versüßt“. Auf dem Rückweg wurden Pilze und Kräuter gesammelt, die dazu verwendet wurden, um Forellen zu füllen. Diese gab es nämlich zum Abendessen, nachdem diese mit Grashalmen zugenäht, auf Stöcken aufgespießt und über einem großen Lagerfeuer gegrillt worden waren. Gut gesättigt ging es in den aufgeheizten Badebottich, in dem man sich bei Rotwein und Bier suhlen konnte. Einige hielten es 2 Stunden darin aus …

Tour 23-2018 Bild 13Tour 23-2018 Bild 7Tour 23-2018 Bild 6Tour 23-2018 Bild 8

Am Morgen starteten wir eine Tageswanderung, die viele Erlebnisse parat hatte. Jede Menge Orchideen und seltene Blumen sowie Kröten und Salamander gab es zu sehen. Dann führte uns Vlado zu einem Platz, von dem er schon öfter Bären beobachtet hatte. Als wir nach langer Wartezeit schon wieder aufbrechen wollten, sah Hartmut mit Adleraugen auf der gegenüberliegenden Bergflanke eine Bärin mit zwei Kleinen! Toll, Bären in freier Wildbahn!
Das war auch noch abends im warmen Badebottich Gesprächsthema.

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Mit Hilfe einer Seilbahn erreichten wir am nächsten Tag den Gebirgskamm mit den höchsten Bergen der Mala Fatra. Über phantastisch blühende Bergwiesen erreichten wir den Gipfel „Brot“ (ca. 1700 m hoch) und eine bewirtschaftete Hütte, wo wir bei herrlichem Wetter einkehrten. Zwischendurch beobachteten wir mit Vlados Fernrohr einen Kuckuck und eine Ammer. Über einen Paß ging´s dann zurück zur Seilbahn und zur Pension, wo ein gegrilltes Spanferkel verspeist werden wollte. Dann gab es noch etwas Besonderes: zwei Musiker von der Uni Zilina verzauberten die Zuhörer mit virtuosem Spiel auf Violine und Keyboard. Die nebenbei angebotene Probe slowakischer Weine trug zur gelösten Stimmung bei.

Tour 23-2018 Bild 5Tour 23-2018 Bild 11Tour 23-2018 Bild 4

Bei leichtem Regen wurde die anstrengendste Tour angetreten. Sie führte durch den oberen Teil der Diery-Schlucht über Leitern und Podeste durch die Wildnis auf einen Pass. Der Hausberg des Ortes wurde umrundet und über einen zweiten Pass wieder abgestiegen. Rutschige schlammige Pfade erschwerten den Abstieg, aber alle erreichten wohlbehalten aber dreckig die Pension.

Der letzte Wandertag führte dann wieder gemäßigt durch Wälder und Wiesen, gewürzt mit Erklärungen von Vlado. Eine Kreuzotter und viele Orchideen und Pilze sorgten für Abwechslung. Vorbei an prächtigen Holzhäusern erreichten wir eine große Käserei, wo die Herstellung slowakischer Spezialitäten gezeigt wurde. Am Schlußabend versorgten wir uns noch mit einheimischen Produkten wie Wein, Käse und Honig und bedankten uns bei Vlado für die Vermittlung seines enormen Wissens über Pflanzen, Tiere, Pilze und Geologie und deren Zusammenhänge.

Nach einer langen Heimfahrt konnten wir auf ereignis- und erlebnisreiche sowie lehrreiche Tage mit lustigen Abenden und einer guten Kameradschaft zurückblicken.
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Unterkunft: Pension Muran in Terchova-Stepanova
Leiter: Vlado Trulik
Organisator: Karl Meier
Teilnehmer: 13, alle Sektionsmitglieder

Karl Meier

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