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Wolken, Wind und warme Stube

Winterraumtour in den Schladminger Tauern vom 01. – 04.11.2018

Vier schöne Tage (01.11. – 04.11.2018) in den Schladminger Tauern mit Bergtouren rund um die Ignaz-Mattis-Hütte (1986 m) hatte Karl für dieses Jahr als Winterraumübernachtung geplant.

Nach den durchwachsenen Wetteraussichten der vergangenen Tage hofften wir auf ein wenig Sonnenschein oder zumindest auf etwas trockeneres Wetter als zu unserer Tour im letzten Jahr.

Tour 39-2018 Bild 2Tour 39-2018 Bild 1

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Anfahrt erfolgte über München und Salzburg. Vor Schladming bogen wir in einen kleinen Zubringer ein, welche in eine Forststraße (Mautstraße) mündete. Die Straße schlängelte sich endlos durch das Tal und immer höher hinauf in die Berge.

Tour 39-2018 Bild 3

Mit einem Mal war Schluss mit der Weiterfahrt. Privatstraße, Benutzung bis auf Widerruf gestattet. Eine verschlossene Schranke verhinderte die Weiterfahrt. Nun begann unser Aufstieg zur Hütte. Jeder hatte einen schönen, schweren Rucksack mit allerlei Essen und Trinken gepackt. Klaglos schnallten wir uns die Rucksäcke auf und los ging es, vorbei an Moarhofalm, Ursprungsalm und Giglachseehütte zur Ignaz-Mattis-Hütte (1986 m), unserem Nachtquartier.

 

Trotz der Schlepperei genossen wir die schöne Berglandschaft ringsum. Leichter Regen konnte uns nicht wirklich die Laune verderben. Auf einem gut ausgebauten Weg ging es immer höher hinauf und plötzlich standen wir auch schon an der Giglachseehütte und dem gleichnamigen See. Dort nahmen wir den schmalen Wandersteig zur Ignaz-Mattis-Hütte, welche wenig später schon um die Ecke schaute.

Tour 39-2018 Bild 5Tour 39-2018 Bild 4

Der Winterraum der Hütte war, wie zu erwarten gewesen, sehr einfach gehalten. Tisch, Bank, Regal, Holzofen. In der oberen Etage, über eine steile Treppe zu erreichen, das Matratzenlager für 8 Wanderer. Alles in guten Zustand, außer dass der Ofen etwas defekt, das Holz und Geschirr knapp und die Wasserstelle etwas abseits lag. Am späten Nachmittag bekamen wir auch gleich lustige Gesellschaft. 6 junge Leute aus Graz nutzten wie wir den Feiertag und das Wochenende zu einer Bergtour.

Am nächsten Tag war das Wetter nicht besonders gut, die Berge hingen voller Wolken und so disponierten wir um und wanderten in eine andere Richtung mit mehr Aussicht auf Sonnenschein und Fernsicht. Tagesziel war die Rotmandlspitze (2453 m). Im Tal war gut zu wandern. Weiter oben trafen wir immer wieder auf Neuschneereste. Auch der Weg war teilweise zugeschneit. Oben auf dem Gipfel, besser gesagt Sattel, hatten wir eine schöne Rundumsicht auf das vor uns liegende Tal und die umliegenden Gipfel. Der Wind nahm an Stärke zu und nach einer kleinen Brotzeit stiegen wir schnell in die windgeschützten Bereiche ab.

Am nächsten Tag nutzten wir die Wetterbesserung und nahmen die Steirische und Lungauer Kalkspitze in Angriff. Das Wetter war für die Jahreszeit sehr freundlich und nur vereinzelt zogen Wolken und Nebel durch. Zunächst ging es zur Giglachseehütte und dann stetig hinauf auf den Ahkarscharte (2315 m). In der Ferne sahen wir immer wieder ganz klar das große Massiv des Dachstein und die Täler voller Bodennebel. Von der Ahkarscharte aus waren unsere zwei Gipfel gut zu erreichen. Unser erstes Ziel, die Steirische Kalkspitze (2459 m) bezwangen wir nach etwas Kletterei. Oben machte uns der starke Wind sehr zu schaffen. Die letzten Meter waren nur auf allen Vieren möglich. Nach dem Abstieg auf die Ahkarscharte nahmen wir gleich die Lungauer Kalkspitze (2471 m) in Angriff. Leider führte uns der leichte Aufstieg nur durch Wolken und Nebel. Am Gipfel angekommen hatten wir keine Sicht. Nach dem Abstieg kamen bald wieder der Giglachsee und unser Tal mit der Berghütte ins Blickfeld. Den Abend machten wir es uns auf der Hütte gemütlich. Wie jeden Abend wurde eine leckere Nudelsuppe gekocht.Tour 39-2018 Bild 6 Tour 39-2018 Bild 7

Am folgenden Sonntag war das Ziel die Kampspitze (2390 m). Bei bestem Bergwetter stiegen wir auf dem Schladminger Tauern-Höhenweg in Richtung Hochwurzen (1860 m) auf. Ringsherum schöne Aussichten, klare Bergseen und Stille. Doch das sollte sich bald ändern. Weiter oben frischte der Wind auf und auf dem Weg zum Gipfel spürten wir wie am Vortag seine volle Wucht. Oben war ein guter Stand und gut festhalten angesagt. Trotzdem genossen wir das wunderbare Panorama. Zufrieden ging es zurück zur Hütte und nach der Brotzeit und der Endreinigung unserer Behausung machten wir uns auf den Rückweg und stiegen ab. Schier endlos kam uns der Rückweg zum Auto vor, den wir uns am Donnerstag mit vollem Rucksack heraufgekämpft hatten. Nun mit leichterem Gepäck und bergab wollte der Weg kein Ende nehmen. Endlich am Auto traten wir nach kurzer Pause die Heimfahrt an.

 

Unterkunft:   Ignaz-Mattis-Hütte (1986 m) ÖAV
Leiter:   Karl Meier
Teilnehmer:  3, 2 Sektionsmitglieder, 1 Nichtmitglied
Bericht: Kay Mlinzk

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