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Abenteuer Gipfelbiwak

Private Bergwanderung in den Tannheimer Bergen am 3./4. Aug. 2019

Als nach langem Sichten der verschiedenen Wetterportale Karl das Startsignal zum Aufbruch in das kleine Abenteuer Gipfelbiwak gab, verließ er sich auf die Fachkompetenz von wetter.com und Co. Und danach sah es dann auch aus: Sonne beim Aufstieg zum Gipfel. Der Sessellift trug uns und unsere schweren Rucksäcke auf 1500 m Höhe, was besonders Karl schätzte, da er durch einen Sturz vom Fahrrad ziemlich gehandicapt war. Steil ging es auf dem Gamsbocksteig nach oben, zum Schluß über den Ostgrat mit Felsstufen. Bald waren wir oben und genossen die Aussicht auf Gimpel mit Nachbarn im Norden und auf den Hochvogel im Südwesten. Nach dem kritischen Suchen nach einem Schlafplatz wurden die Biwaksäcke mit den Liegematten, den Rucksäcken und sonstigen Ausrüstungsteilen gefüllt. Das hatten wir nicht zu früh getan, denn graue Wolken näherten sich von Westen und ließen uns in einem Regenschauer erschauern und schnell in den Biwaksäcken verschwinden. Er war schnell vorbei und wir konnten unsere Abendbrotzeit genießen. Beim Zusammensitzen verschwanden wir manchmal im Nebel, ab und zu durchbrachen Sonnenstrahlen die schnell ziehenden Wolken und beleuchteten den tief unten liegenden Haldensee und immer waren wir bereit, schnell in den Biwaksäcken zu verschwinden. Einen farbigen Sonnenuntergang gab es leider nicht, aber zumindest blieben wir trocken. Als es dunkel und kühl wurde, krochen wir in unsere Schlafsäcke und versuchten zu schlafen, was nur einigen kurzzeitig gelang. Dafür wurden wir mit einem fantastischen Sternenhimmel und einer klaren Milchstraße belohnt. Gegen Morgen wurde es mit 1,8 Grad doch ziemlich kühl, aber die guten Schlafsäcke ließen keinen frieren. Eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang weckte Karl seine Biwakfreunde und gemeinsam erfreuten sie sich an dem Farbenspiel des beginnenden Tages. Es war schon ein Erlebnis, als die Sonne zwischen den Tannheimer Felsgipfeln aufging, die Bergkonturen in einem Farbenmeer erstrahlten und die Kälte langsam einer wohltuenden Wärme wich. Lange standen wir auf dem Gipfel der Krinnenspitze und genossen mit allen Sinnen, bis der knurrende Magen zum einfachen Frühstück rief. Die durch Tau und Kondenswasser nassen Sachen wurden eingepackt und ab ging es hinab zur Oberen Ödenalm, wo wir nach langem Warten endlich unseren Morgenkaffee bekamen. Gemütlich bummelten wir weiter zum Sessellift, der uns wieder zu unseren Autos brachte. Eine erlebnisreiche Tour ging zu Ende mit der Erkenntnis, dass Wettervorhersagen immer ein Restregenrisiko beinhalten, und wenn es nur 10 % sind.

 

Unterkunft: Biwaksäcke auf der Krinnenspitze (2000 m)
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 6 Sektionsmitglieder
Autor: Karl Meier

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