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Auf die Rotwand und Co.

Schneeschuhbergwanderung in den Bayr. Voralpen vom 27. – 29. Jan. 2017

Unterkunft:   Taubensteinhaus (1567 m) DAV

Leiter:           Karl Meier

Teilnehmer:   4, alles Sektionsmitglieder

Durch Krankheit etwas dezimiert fuhren wir guter Dinge Richtung Spitzingsee, denn die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel. Am Parkplatz der stillgelegten Seilbahn deponierten wir unser Fahrzeug und stiegen dann gemächlich die anfangs steilen Hänge aufwärts, denen ein langes Flachstück und ein anstrengendes Schlußstück folgte. Die Schneelage war dürftig, aber für uns Schneeschuhgeher ausreichend. Auf der Hütte belegten wir unsere vorbestellten Lager und glichen unseren Flüssigkeitsverlust wieder aus. Dann überschritten wir den Rauhkopf (1689 m), ließen Heidi auf der Schnittlauchmoosalm zurück und erklommen schließlich den 1746 m hohen Jägerkamp. Nach einer verdienten Rast mit weiter Sicht ins Alpenvorland und auf die umliegenden Gebirgsgruppen trabten wir auf gleichem Weg zurück zur Hütte. Diese war voll, denn viele Skitouristen nutzten den gefahrlosen Aufstieg und den prima Hüttenservice und schwangen sich dann beschwipst im Licht der Stirnlampen zurück ins Tal. Zum Schluß waren wir die einzigen Übernachtungsgäste.

Nach einer kalten Nacht schnallten wir die Schneeschuhe an, um den höchsten Gipfel im Umkreis, die Rotwand (1885 m), zu besteigen. Über die Kleintiefentalalm, den Miesingsattel und die Kümpflscharte erreichten wir das Rotwandhaus, das wir aber links liegen ließen, denn zuerst die Arbeit dann das Vergnügen lautete das Motto. Der Aufstieg zum Gipfel war nicht so toll, denn der wenige Schnee war verharscht. Die wirklich tolle Aussicht entschädigte aber für die Mühen. Großglockner, Großvenediger und Olperer grüßten neben unzähligen anderen Bergspitzen herüber. Dann kam das Vergnügen: ein sonniger Platz an der Südwand der Hütte, ein spritziges Weizen und eine deftige Brotzeit! Nach diesem Genuß folgte der Rückweg auf gleicher Spur. Auf der Hütte wieder die Belagerung durch die Skitourengeher, die aber diesmal, zusammen mit Lawinenkurslern, meist zur Übernachtung blieben.

Der Schlusstag war dem Hochmiesing (1883 m) gewidmet, den wir über den Miesingsattel durch Latschen leicht erreichten. Die Aussicht kannten wir schon vom Vortag, aber immer wieder ist es schön, wenn die weißen Berge in der Sonne erstrahlen. Auf gleichem Wege ging es dann zurück zur Hütte und ab ins Tal, denn wir wollten vor der großen Rückreisewelle nach Hause starten. Dies gelang uns nur teilweise, denn um den Schliersee staute sich alles. Es war trotzdem eine schöne erlebnisreiche Schneeschuhbergreise.

Karl Meier

Tour 3-2017 Tour 3-2017 Tour 3-2017 Tour 3-2017

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