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Auf´s Stubais Vize

Hochtour in den Stubaier Alpen vom 07. – 09. Aug. 2015

Unterkunft: Amberger Hütte (/2135 m) DAV
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 8, alles Sektionsmitglieder

Hochtour Amberger Hütte (20)Der Aufstieg durch das Sulztal, den wild schäumenden Bach entlang, zur Amberger Hütte war recht gemütlich und wurde durch eine Pause auf der Vorderen Sulztalalm zwecks Buttermilchkonsum unterbrochen. Nach Bezug unserer Zimmer genossen wir noch auf der herrlich gelegenen Terrasse den Ausblick auf die Gletscher und Gipfel im weiten Umkreis. Auf den gewaltigen Schrankogel, mit 3496 m der zweithöchste der Stubaier Alpen, schauten wir noch mit etwas Skepsis, den morgen wollten wir auf diesem Gipfel stehen.
Ein nächtliches Gewitter sorgte am nächsten Tag für Aufregung, denn abgegangene Muren hatten den Hüttenweg mehrmals verschüttet und auch die Wasserleitung zur Hütte beschädigt. Es gab kein Wasser zum Waschen und auch die WCs waren betroffen. Alle trugen dies mit Fassung, denn auch ungewaschen kann man Gipfel besteigen. So machten wir uns auf den Weg zum Schrankogel, der 1400 Höhenmeter hoch und 5 Stunden lang werden sollte. Über Moränen und Geröll, vorbei am Schwarzenbergsee, schlängelte sich der schmale Pfad schließlich bis in die steilen Schuttreisen der Westflanke, die bald in den felsigen Westgrat überging. Über teils ausgesetzte Blöcke wurde schließlich in leichter Kletterei der exponierte Gipfel erreicht. Nach kurzer Pause mahnte Karl zum Abstieg, denn es hatten sich bedrohliche Gewitterwolken gebildet. Vorsichtig ging es den Grat hinunter und als das Geröll erreicht wurde, begann es zu hageln und später zu regnen. Wir waren froh, dass sich Blitz und Donner in Grenzen hielten, gegen die Nässe waren wir ja gut ausgerüstet. Es wurde lediglich unangenehm glitschig auf den Steinplatten. Schier endlos ging es abwärts bis endlich die Hütte in Sicht kam. Rudi und Familie, die kleinere Wanderungen unternommen hatten, erwarteten uns schon vor der Hütte. Alle waren müde vom langen Abstieg und gar nicht traurig, dass es nichts zum Waschen gab. Mit Spendierschnäpsen der Wirtin wurde auf die erfolgreiche Besteigung angestoßen und ein gemütlicher, aber kurzer Hüttenabend gefeiert.
Am Morgen lachte die Sonne vom Himmel und die teilweise noch müden Krieger schleppten sich auf den 2795 m hohen Sulzkogel, den Hausberg der Hütte. Zusammen mit schon bekannten Gesichtern genossen wir ausgiebig das herrliche Panorama auf die umliegenden Berge, sogar das Zuckerhütl zeigte sich. Auf dem Rückweg ließ es sich Elisabeth nicht nehmen, einen Ausflug in die Heidelbeerhänge zu unternehmen. Nach einer Mittagsrast wanderten wir gemütlich nach unten, über die riesigen Muren, durch die sich ein Bagger arbeitete und nach kurzem Halt auf der „Buttermilchalm“ entlang des tobenden Sulzbachs abwärts. Nach einer vergeblichen Suche nach einem klaren Gewässer zum Waschen brachte uns unser Alpenvereinsbus sicher nach Hause.

Karl Meier

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