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Bericht über die Frühsommer-Radltour vom 17.06.2016 bis 21.06.2016 nach Oberfranken

Unter dem Motto „Auftanken in Oberfranken“ machten sich fünf Radler unserer Sektion auf, das relativ unbekannte Oberfranken zu erobern.

So ging es am Freitagmorgen, den 17.06.2016 kurz vor sieben Uhr mit dem Zug nach Bamberg. Von Seiten des Wetters war nicht viel zu erhoffen, obwohl der Eine oder Andere während der Zugfahrt schon mal einen Blick gen Himmel warf um heimliche Gnade zu erbitten.

Im leichten Nieselregen ging es in Bamberg am Schlenkerla vorbei zum Domplatz hinauf. Es war unser Glück, dass es erst Vormittag 10 Uhr war und viele der unzähligen Brauereigasthöfe noch geschlossen waren. Aber der Duft von Sauerkraut, Bratwürsten und Schweinshaxen wehte verführerisch durch die Straßen und versuchte uns vom Pfad der Tugend abzubringen. Wir widerstanden!

Vom Domplatz ging es zügig hinaus aus der Stadt. Unser Weg führte uns über Stegaurach und Burgebrach an der Peripherie des Steigerwalds entlang nach Lisberg mit einer der ältesten Burgen Frankens. Der Nieselregen hatte nahezu aufgehört und wir erreichten Trabelsdorf. In Viereth wurde der Main überquert und Oberhaid angesteuert. Dies stellte sich allerdings nicht so ganz einfach dar, waren doch viele Wege und Straßen von den heftigen Regenfällen der vergangenen Tage überflutet. So bekamen wir auch richtig nasse Beine und Füße beim durchfahren der Hochwasserbereiche. Dabei wurde immer einer von uns ausgewählt, der voran fahren musste um zu testen wie hoch das Wasser am Fahrrad war und ob die Wasserstelle durchfahren werden konnte. Über Breitengüßbach, Zückshut und Gundesheim ging es nach Memmelsdorf, wo wir in der Gaststätte/Hotel Drei Kronen unser erstes Quartier fanden.

Am nächsten Morgen wurde das barocke Schloss Seehof in Augenschein genommen. Sowohl die Orangerie, die Kaskaden und barocken Gärten waren sehr beeindruckend.

Über Merkendorf, Burgellern, Ehrl und Burgeslau ging es nach Azendorf und Kasendorf. Kurz vor Kulmbach, bei Melkendorf suchten wir den Mainzusammenfluss (Roter Main und Weißer Main) auf um zu sehen, wie sich eine hellbraune Brühe mit einer dunkelbraunen Brühe vermengt. Nach einer Kaffeepause am Rathauspatz in Kulmbach erstiegen wir noch die Plassenburg mit dem schönsten Renaissancehof der nördlichen Alpen.

Unser Quartier für diesen und den nächsten Tag hatten wir in der kleinen Gemeinde Wirsberg im Gasthof Hereth gefunden. Insbesondere die frischen Forellen und die Sülze mit Bratkartoffeln waren die Renner auf unserer Speisekarte.

Am Sonntag stand eine Rotmaintour auf dem Programm. Von Wirsberg ging es nach Kulmbach und über Melkendorf und Langenstadt nach Thurnau mit seinem prächtigen Schoss, das allerdings in einigen Bereichen dringend renoviert werden müsste. Nach der Mittagspause radelten wir weiter nach Neudrossenfeld. Pechgraben und Trebgast waren die Orte bevor es zurück nach Wirsberg ging.

Bayreuth war unser Ziel für den nächsten Tag! Aber nicht auf direktem Wege. Wir verließen Wirsberg und fuhren entlang der Schorgast nach Marktschorgast und weiter nach Bad Berneck. Dieser Erholungsort hat schon deutlich bessere Zeiten gesehen. Menschenleer, ja man könnte es sogar als ausgestorben bezeichnen und der krampfhafte Versuch mittels Kurpark etwas aufrecht zu erhalten, was es nicht mehr gibt bzw., noch nicht gab. Hinzu kommt, dass ähnlich wie bei Frankenschotter in Treuchtlingen ganz massiv Stein abgebaut wird und eine nicht zu übersehende Staubwolke am Ortsrand vorhanden ist. Für einen angeblichen Luftkurort eigentlich ein „no go“. Über Bindlach ging es in die Oberfrankenmetropole Bayreuth.

Am frühen Nachmittag bezogen wir unser Quartier, die Jugendherberge in Bayreuth. Quietschende und schmale Betten die selbst bezogen werden mussten, Kosten für Handtücher und trotzdem relativ teuer, auch aufgrund von Zwangsmitgliedschaften bei DJH – das hat uns um eine Erfahrung reicher gemacht und muss künftig nicht mehr sein. Unter dem Strich teurer als ein ordentlicher Gasthof!

Am Nachmittag drehten wir im Osten von Bayreuth (Lessau, Weidenberg) noch eine Runde von ca. 45 km und kamen an diesem Tag auf über 90 km.

Dienstag war Rückreisetag. Wir fuhren nach Westen. Kurzer Zwischenstopp am Schloss Fantasie in Donndorf. Von Hollfeld aus ging es an der Wiesent entlang Talaufwärts weiter nach Steinfeld und Würgau. Die Orte Schesslitz und Memmelsdorf rundeten unsere Radltour ab, bevor wir in Bamberg wieder in den Zug stiegen und über Nürnberg nach Treuchtlingen zurück fuhren.

Was uns sicherlich in Erinnerung bleiben wird ist in erster Linie die Freundlichkeit der Menschen, richtig schöne Ortschaften mit einer großen kulturellen Vielfalt, tolle Landschaften, die wir so nicht erwartet hatten sowie ein riesiges Glück mit dem Wetter. Denn bis auf den ersten Tag mit seinem Nieselregen sind wir nicht mehr Nass geworden. Und nicht vergessen werde sollte die Brauereivielfalt. Biere die mit Liebe und Sorgfalt gebraut wurden und schmecken. Deshalb werden sie auch überleben können!

gez. G. Rosenbauer

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