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Burgen, Wein und Wanderwege

Mittelgebirgswanderungen an Rhein, Mosel und Lahn (Rheinisches Schiefergebirge) vom 14. – 21. Mai 2016

Unterkunft:   Gästehaus des Hotels Haupt in Kobern-Gondorf

Leiter:           Karl Meier

Teilnehmer: 13, alles Sektionsmitglieder

Unsere Fahrt begann recht turbulent: schon vor Gunzenhausen qualmte die linke vordere Bremse. Nach einer Abkühlung schafften wir es bis zur Werkstatt in Gunzenhausen, wo der Schaden behoben werden konnte. Alle hofften, dass dies kein böses Omen für unsere Tour sein würde. In Wertheim legten wir eine kurze Rast mit Altstadtrundgang ein, bevor wir Richtung Bad Homburg weiterfuhren. Dort in der Nähe war die Saalburg, ein wieder aufgebautes Römerkastell, unser Ziel, das wir ausgiebig besichtigten. Alle staunten, was die alten Römer schon für technische und kulturelle Errungenschaften auf dem Kasten hatten. Auf der Hochtaunusstraße, die uns etwas enttäuschte, erreichten wir das Lahntal. Dieses romantische Tal ging es flussabwärts bis Lahnstein, wo uns Vater Rhein begrüßte und uns bis Koblenz begleitete. Von dort war es nicht mehr weit bis zu unserer Unterkunft an der Mosel. Die Zimmer und das Frühstücksbuffet waren angesichts des Top-Preis/Leistungsverhältnisses sehr zufriedenstellend.

Am nächsten Tag ließen wir die Fahrzeuge ruhen und wanderten auf der 23. Etappe des Moselsteigs von Kobern-Gondorf zum Weinort Winningen. Ein kurzer Regenschauer verdarb die gute Laune nicht, denn das ständige Auf und Ab durch Weinberge, Eichenwälder und Frühlingswiesen war sehr abwechslungsreich. Ein Einkehrschwung am Ende mit einem Schluck Moselwein durfte nicht fehlen. Ein Wermutstropfen war allerdings dabei: Walter hatte sich schon zuhause einen Virus eingefangen und musste für die weiteren Tage passen.

Ein besonderes Highlight war die Wanderung auf dem RheinBurgenWeg von Oberwesel über Sankt Goar nach Fellen. Nach einem Rundgang durch die historische Altstadt wanderten wir durch Weinberge und auf Höhenwegen mit herrlichen Tiefblicken auf den Rhein durch eine blumengeschmückte Frühlingslandschaft. Sogar ein „Klettersteig“ mit Leitern und prachtvolle Ausblicke auf die gegenüber liegende Loreley waren dabei. Die riesige Burg Rheinfels und der Alpinpfad durch einen „Urwald“ gefielen besonders. Der Abschluß war etwas Besonderes: ein Naturparkranger und Feuerwehrmann spendierte uns einen Kräuterschnaps.

Etwas ganz anderes erwartete uns auf dem Lahnwanderweg von Oberhof nach Dausenau. Herrliche Wälder mit Aussichtsfelsen und alte Orte wie Nassau und Dausenau mit der spektakulären Stadtmauer prägten diesen vierten Tag unserer Reise.

Nun war der sehnlichst erwartete Ruhetag an der Reihe, den jeder für sich gestalten konnte. Die meisten besichtigten Koblenz mit der Festung Ehrenbreitstein und machten eine Schifffahrt auf dem Rhein.

Nun war wieder wandern angesagt, wandern auf dem Rheinsteig von Filsen nach Braubach. Diese Etappe auf dem rechten Rheinufer führte erst durch viel Wald, bot dann aber schöne Ausblicke auf die Schleifen des Rheins und die Orte an seinem Ufer. Ein gelungener Abschluß war dann die Besichtigung der Marksburg, der wohl schönsten Burg am Rhein.

Am letzten Wandertag ließen wir wieder die Autos stehen und wanderten von Kobern-Gondorf nach Löf, wo wir für den Rückweg den Zug benutzten. Schöne Ausblicke auf die tief unten fließende Mosel versüßten die Tour durch Wälder und Wiesen. Kulturelle Höhepunkte waren die über dem Tal thronende Dreifaltigkeitskirche und die sehr schön renovierte Burg Thurant, wo eine Einkehr nicht fehlen durfte. Nachdem wir den Bahnhof in Löf gefunden hatten und fast eine Stunde auf den Zug warten mußten, zeigten die „Strapazen“ der letzten Tage Wirkung: mancher ließ im Traum die schönen Erlebnisse vorüberziehen.

Die Zeit der Wanderungen war vorbei und die Autos waren für die Heimfahrt wieder gefragt. Durch das herrliche Rheintal fuhren wir nach Bingen und weiter nach Darmstadt, wo wir auf die Bergstraße abzweigten und nach Weinheim gondelten. Wir waren davon etwas enttäuscht, die Stadt Weinheim mit dem Schloß, der tollen Altstadt und dem herrlichen Schaugarten Hermannshof entschädigte aber dafür.

Alle kamen dann gut daheim an, Walter ist wieder genesen, und alle können auf erlebnisreiche und gemütliche Wandertage zurückblicken, bei denen eine prima Gemeinschaft großgeschrieben wurde.

Karl Meier

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