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Höhenwege in der Silvretta

Anspruchsvolle Bergwanderungen in der Silvretta vom 24. – 26. Juli 2015

Unterkunft: Tübinger Hütte (2191 m) DAV
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 3, alles Sektionsmitglieder (dadurch keine offizielle Sektionstour)

Höhenwege Silvretta (3) Leider waren wir nur zu dritt, als wir die Fahrt nach Gaschurn im Montafon antraten. Da Karl ein starkes Eigeninteresse an dieser Tour hatte, wurde sie trotz der geringen Teilnehmerzahl im privaten Rahmen durchgeführt.
Die Versettla-Seilbahn ersparte uns eine Menge an Höhenmetern, aber Hitze und ein langer Höhenweg machten dies erforderlich. Der Erich-Endriss-Weg folgte dem Kamm westlich des Garneratales, einmal links, einmal rechts des Grates und manchmal direkt auf ihm. So ergab sich eine aussichtsreiche Route zwischen 2100 und 2600 m auf teils schmalen Pfaden. Als wir unsere Hütte schon von oben sehen konnten, zog sehr schnell ein Gewitter heran und erfüllte den Talschluß mit Blitz und Donner. Leider öffnete der Himmel auch seine Schleusen, sodass wir alle trotz Schirm und Poncho tropfnaß wurden. Die gastliche Tübinger Hütte nahm uns dann nach 5 Stunden Gehzeit auf und im Trockenraum wurden unsere Sachen bald wieder trocken.
Am nächsten Morgen warnte die Hüttenwirtin alle Touristen vor einer weiteren Gewitterfront, die bald eintreffen sollte. Da aber keine Wolke am Himmel zu sehen war, machten wir uns auf den Weg zur Westlichen Plattenspitze (2883 m). Über abwechslungsreiches Gelände mit Schneefeldern erreichten wir das Plattenjoch, wo uns die tollen Gipfel Seehorn und Großlitzner in Erstaunen versetzten. Der Weiterweg zum Gipfel führte über Schrofengelände und mit leichter Kletterei zum höchsten Punkt, der herrliche Ausblicke in die Schweizer Alpen, ins Rätikon, Verwall und in die Silvretta bot. Es hatten sich schon Quellwolken gebildet, deshalb traten wir umgehend den Rückweg zur Hütte an, die wir gerade noch bei Sonnenschein erreichten. Eine kurze Mittagsrast auf der Terrasse war uns noch vergönnt, bevor dichter Nebel die Hütte einhüllte. Was gibt es bei so einer Lage besseres als den Matrazenhorchdienst?
Die Morgensonne vertrieb sehr schnell die Nebelschwaden und bestes Wetter mit klarer Sicht begleitete uns auf dem Schafboden-Höhenweg nach Gaschurn. Der anfänglich komfortable Pfad wurde bald schmal und oft kaum sichtbar und schlängelte sich auf der Ostseite des Garneratals aussichts- und abwechslungsreich langsam ins Tal. Zum Schluß stiegen wir durch die Schlucht des Garnerabachs bevor wir nach 6 Stunden rechtschaffen müde unser Auto erreichten. Eine Einkehr auf dem Keller rundete eine erlebnisreiche Bergtour zünftig ab.

Karl Meier

Höhenwege Silvretta (2) Höhenwege Silvretta (10) Höhenwege Silvretta (5)

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