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Inselwanderungen Berge + Meer: Sizilien Ost

Tour 13

vom 15. – 22. April 2018

Im Rahmen einer Pauschalreise flogen 12 Teilnehmer (+ 2 mit Womo) nach Catania, um die Schönheiten von Sizilien zu erwandern. Nachdem im letzten Jahr der Westen Siziliens im Herbst erkundet wurde, wollte man sich diesmal den Osten vornehmen. Am Flughafen von Catania wurden die Flugreisenden von Karl und Elisabeth mit dem Wohnmobil und von Helmut und Margit mit einem Mietauto empfangen. Zusammen mit Gertraud´s Mietauto fuhren alle zusammen zum Hotel nördlich von Taormina. Nach ausführlicher Erkundung der Hotelanlagen traf man sich zum gemeinsamen Abendessen am Büffet, wo sich alle positiv über die herrliche Lage hoch über dem Meer äußerten.

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Da am Morgen dichte Wolken die Berggipfel einhüllten, wurde das Wanderprogramm kurzfristig geändert und die Tour in die kleinen Schluchten des Alcantara vorgezogen. Das war auch die richtige Wanderung, um die überaus reichlich blühende und duftende Natur Siziliens mit Auge und Nase aufzunehmen. Durch eine Kulturlandschaft mit wilden Abschnitten gelangte man zu einer antiken Kirche und zum Alcantarafluß, der sich tief in das Basaltgestein eingegraben hat. Auf der Suche nach einer Furt ging es kurz durchs Gelände, aber dann gab es eine erfrischende Einlage mit der Durchquerung des Flusses. Die Hosen wurden ausgezogen, die Schuhe um den Hals gelegt und dann ging es durch das kalte gut kniehohe Wasser ans andere Ufer – eine Riesengaudi! Der Pfad am Flussufer, den Karl von früher her kannte, war verwachsen und nicht mehr begehbar, deshalb ging es auf einem Weg zurück. Die Besichtigung von Castiglione mit Burg und Altstadt und eine Einkehr mit Kaffee und Eis schloß einen eindrucksvollen Wandertag ab.

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Der nächste Morgen brachte klares Wetter, der uns damit eine Wanderung in die Peloritanischen Berge ermöglichte. Mit den Fahrzeugen ging es hoch nach Taormina und weiter bis kurz unterhalb von Castelmola, das hoch auf einem steilen Felsen thronte. Über einen Treppenweg erreichten wir den alten Ort und genossen von der restaurierten Burganlage einen herrlichen Blick auf Taormina, die Berge, das Meer und den von Wolken eingehüllten Ätna. Teilweise stark ansteigend erreichten wir dann auf steinigen Pfaden den Gipfel des Monte Veneretta (864 m), wo die verdiente Brotzeit und die tolle Aussicht genossen wurden. Auf schmalem Pfad ging es dann um den Berg herum und zurück nach Castelmola. Bei einem sehr geschäftstüchtigen Wirt kehrten wir ein und ließen uns bei Gitarren- und Liederklang Eis usw. und – natürlich – selbstgemachtem Limoncello schmecken. Mit kräftigem Hallo wurden wir nach Taormina verabschiedet, das wir mit dem Bus bequem erreichten. Eine kurze Stadtbesichtigung und der Besuch des griechisch-römischen Theaters beschlossen einen abwechslungsreichen Tag.

Nach einem Bergtag folgte eine Wanderung durch das UNESCO-Weltkulturerbe Pantalica mit seinen Felsgräbern und die Schluchten des Anapo und Calcinara. Bei einer langen Anfahrt nach Süden lernten wir die sizilianischen Straßenverhältnisse recht unangenehm kennen, ließen uns aber dadurch die Genußwanderung durch die bizarren Canons nicht verderben. Auch hier sorgten abenteuerliche Bachüberquerungen für gute Stimmung, die durch einen kurzen Gewitterschauer, den wir in einer Grabhöhle trocken überstanden, nicht vermiest wurde.

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Der geplante Ruhetag wurde gestrichen und stattdessen eine lange Autobahnfahrt nach Milazzo in Kauf genommen, um die Insel Vulcano zu besuchen und den Vulkan Gran Cratere zu besteigen. Ein schnelles Tragflügelboot brachte uns hinüber, wo uns gleich der typische Schwefelgestank empfing. Gar mancher Schweißtropfen wurde auf dem Anstieg zum Kraterrand vergossen, aber es lohnte sich, denn eine grandiose Aussicht auf die gesamte Insel und die Nachbarn der Liparischen Inselgruppe sowie der Blick in den riesigen Krater entschädigte für die Mühen. Zum Abschluß entspannte man sich im Schwefelschlammbad und im von heißen Quellen erwärmten Meer.

Nun ging es wieder in die Monti Peloritani, wo ein naturkundlicher Rundweg viel Aussicht und ursprüngliche Natur versprach. Von Messina aus ging es mit den Autos auf abenteuerlichen Straßen steil hinauf zur Wallfahrtskirche Dinnamare (1127 m), wo der Naturlehrpfad Sentiero Girasi begann. Leider gab es nicht so viele Blumen wie gedacht, denn hier oben war der Frühling erst gerade eingezogen, und der aufsteigende Dunst beschränkte die Sicht auf die umliegenden Berge. Der teilweise schön angelegte Steig entschädigte für vieles.

Da sich der Ätna bis jetzt jeden Tag in Wolken hüllte, wurde ein Besuch bei ihm immer weiter nach hinten geschoben. Nun war der letzte Wandertag angebrochen und auch jetzt verhüllte er sein Haupt in dunklen Wolken. Wir hofften auf unser Glück, aber als wir auf ca. 2000 m Höhe unsere Tour beginnen wollten, fing es zu regnen und schneien an, so dass wir es uns in einer Cafe-Holzbaracke gemütlich machten und uns aufwärmten. Das Gewitter wollte nicht aufhören, deshalb fuhren wir weiter und versuchten es nach dem Besuch eines sizilianischen Honig- und Weinladens nochmals mit einer Wanderung. Es hatte aufgehört zu regnen, aber es war kalt und nass. Eine kleine Rundtour um einen Vulkankrater gab uns Einblick in die wilden Lavaströme der letzten Jahrzehnte und die Urgewalten des Vulkanismus.

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Eine abwechslungsreiche Reise in den Frühling auf Sizilien mit anstrengenden Wanderungen, gewürzt mit etwas Kultur und viel Geselligkeit ging viel zu schnell zu Ende. Karl war sehr zufrieden mit der guten Gemeinschaft und der unfallfreien Durchführung. Das gute Hotel mit seinem aufmerksamen Personal und den schmackhaften Speisen, in dem wir zwischenzeitlich fast allein waren, trug nicht unwesentlich zu guten Stimmung bei.
-Karl Meier

Unterkunft: Hotel Capo dei Greci Taormina Coast Resort Hotel & Spa in Sant Alessio Siculo
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 14, davon 13 Sektionsmitglieder, 1 Nichtmitglied

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