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Romantischer Alpstein

Anspruchsvolle Bergwanderung im Alpstein (Schweiz) vom 11. – 13. Sept. 2015

Unterkunft: Berggasthäuser Schäfler (1924 m) und Rotsteinpass (2124 m), beide privat
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 6, alles Sektionsmitglieder

Tour 42 (3)Von Wasserauen im schönen Appenzellerland begann unser Aufstieg steil hoch zum Aescher Wildkirchli, wo erstmals eingekehrt und die extreme Lage des Gasthauses bestaunt wurde. Vorbei an der Höhlenkirche und durch die Bärenhöhle ging es dann gemütlich hoch zur Ebenalm, einem schönen Ort um Brotzeit zu machen und den Tiefblick zum Seealpsee zu genießen. Unser heutiges Ziel, das auf einer Bergspitze thronende Berggasthaus Schäfler, war schon zu sehen, aber doch noch eine Stunde Gehzeit entfernt. Bald waren wir oben, aber die erhoffte Aussicht wurde uns von Wolken und Dunst verwehrt. Es war kalt in dem uralten Gasthaus und das Essen war mittelmäßig, aber schweizerisch teuer. Wir erwärmten uns an der Suppe, während es draußen zu regnen anfing. Nur ein herrlicher doppelter Regenbogen konnte unsere Laune etwas anheben. Wir freuten uns schon auf den legendären Sonnenaufgang, den man von der Hütte aus bei gutem Wetter erleben konnte. Und tatsächlich verzogen sich morgens die Wolken und den Frühaufstehern lag der Bodensee zu Füßen und die Felswände des Säntis leuchteten rot in der aufgehenden Sonne. Das farbenfrohe Spektakel war so richtig etwas für Romantiker! Als wir dann aufbrachen in Richtung Säntis hatten sich die Wolken endgültig verzogen und ein wolkenloser Himmel begleitete uns den ganzen Tag auf unserem Weg, der sich romantisch an steilen Hängen entlang und zwischen Felstürmen langsam höher schraubte.

Tour 42 (5)Tour 42 (9)Nach einer ausgiebigen Rast begann dann der mit Eisenstiften und Drahtseilen gespickte Aufstieg zum Säntis, dem höchsten Gipfel des Alpsteins. Ganze Heerscharen an Bergwanderern wollten die Aussicht oben genießen, deshalb kam es in der Aufstiegsrinne zu Staus, die uns aber die Freude an diesem herrlichen Bergtag nicht nehmen konnten. Auf dem mit einer Seilbahn und einer riesigen Antenne „geschmückten“ Gipfel schmeckte die Brotzeit trotz der vielen Menschen prima. Von hier oben schaute unser Weiterweg über den Lisengrat gar nicht so spektakulär aus, aber als wir dann den Drahtseilen entlang über den luftigen Grat spazierten, waren viele froh, dass sie sich daran festhalten konnten. Auch unseren zwei Neuen waren ganz begeistert. Als wir dann an der Rotsteinpasshütte standen und zurück schauten, waren alle ein bisschen stolz auf sich. Obwohl uns die Hüttenchefin überschwänglich begrüßte, bekamen wir schlechte Lager ohne Fenster, und auch das Essen war schweizerisch teuer und einfach.
Am Morgen zog ein kalter Wind über den Paß und Wolken kamen aus dem Westen: ein Wetterumschwung bahnte sich an. Deshalb stiegen wir zeitig ab über die Meglisalp und einen steilen Steig durch eine Felswand zum herrlich gelegenen Seealpsee, wo ein Picknick die Laune wieder besserte, denn dichte Wolken verhüllten inzwischen die Berge. Nach einer Stunde waren wir wieder an unseren Fahrzeugen und in knapp 4 Stunden auf dem Wettelsheimer Keller, wo wir Schweizer Hüttenkost und Preise schnell vergaßen.

Karl Meier

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