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Tour 11 – Wandern, springen und schauen

Mittelgebirgswanderungen in der Kleinen Luxemburger und Bollendorfer Schweiz vom 8. – 12. Juni 2019

Erwartungsvoll starteten wir von unserem Treff in Gunzenhausen in Richtung Schwetzingen, wo wir bei bestem Wetter den berühmten Schlossgarten besichtigten. Der Barockgarten ist nach streng geometrischen Formen angelegt und mit verschiedenen Tempeln garniert. Besonders aufgefallen ist uns der Moscheenkomplex mit Innenhof und Wandelgang. Der zweite Teil der Anlage, der Englische Garten, bildete dazu einen krassen Gegensatz mit natürlichen Landschaftsformen und parkähnlichen Strukturen. Nach 2 Stunden Beine vertreten ging es dann weiter in Richtung Bollendorfer Schweiz, wo wir von Ernzen aus zu einer zweistündigen Rundwanderung in die Teufelsschlucht und zum Irreler Wasserfall starteten. Auf dem Teufelspfad ging es durch eindrucksvolle Sandsteinformationen zum weniger imposanten aber romantischen Wasserfall. Dann waren wir gespannt auf unsere Unterkunft, denn der Preis war ja sehr günstig. Die Zimmer waren sehr unterschiedlich, aber akzeptabel und zufriedenstellend, zumal das abendliche Buffet sehr schmackhaft und ausgiebig war.

Der zweite Tag stand ganz unter dem Motto „Wandern“. Auf dem Felsenweg 2, einem Rundweg mit Start und Ziel in Bollendorf, ging es in ständigem Auf und Ab an tollen Sandsteinfelsen vorbei, durch herrlichen Buchenwald und an einem romantischen naturbelassenen Bach mit runden Felsen entlang zu hohen Aussichtspunkten. Der gut markierte Wanderpfad führte meist durch Luxemburger Gebiet, erst zum Schluß durch die deutsche Eifel. In Beaufort mit seiner Burg wollten wir zu Mittag einkehren, aber wir fanden mit unserer großen Gruppe keine geeignete Wirtschaft. So mussten wir uns mit unserer Brotzeit begnügen. Am Schluß waren alle ziemlich geschafft, denn 23 km und 800 Hm (von Arthur gemessen) waren doch nicht so ohne.

Die Altstadt von Luxemburg, Weltkulturerbe, ist immer einen Besuch wert. Deshalb fuhren wir am dritten Tag mit dem öffentlichen Nahverkehr (Tageskarte für ganz Luxemburg für 4 € !!!) in diese sehr sehenswerte aber auch sehr teuere Stadt. Das Großherzogliche Palais mit Wache, die Kathedrale Notre Dame, die Festung Bock und die Bastionen der Wehranlage sind nur einige der vielen Höhepunkte. Bei diversen Einkehrschwüngen lernten wir auch die saftigen Preise kennen.

Am vierten Tag wurden wieder die Wanderstiefel ausgepackt, denn der Felsenweg 1, wieder ein deutsch-luxemburger Wanderpfad, lockte mit Felsen und Panoramen. Unterwegs erreichten wir rechtzeitig Echternach, wo Menschenmassen und wir die Springprozession mit 34 Gruppen und zahlreichen Kapellen verfolgten. Nach 20 Minuten hatten wir genug gesehen und gehört und machten uns auf den Weg zum Felsen Perekop. Auf Leitern kletterten wir durch einen engen Felsspalt nach oben. In Weilerbach machten wir im Schloß Kaffeepause um dann gestärkt die letzten Kilometer anzugehen. 19 km und 600 Hm kamen zusammen, die uns aber viel leichter fielen als am zweiten Tag. Abends grillte der Hotelchef und –koch für uns Steaks und Hähnchen, die gerade recht kamen für unseren erwanderten Hunger.

Der Wetterbericht am Abend prophezeite schlechtes Wetter für den letzten Tag, und so kam es dann auch. Dauerregen wäre kein guter Begleiter auf unserer Abschlußwanderung gewesen, deshalb beschlossen wir einmütig, unsere Pfingsttour abzubrechen und die Heimreise anzutreten. Vier Stunden lang begleiteten uns Regenschauer, erst in Heimatnähe wurde es trocken, gerade da, wo dringend Regen vonnöten gewesen wäre.

 

Unterkunft: Hotel „An der Sauer“ in Minden
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 17, davon 16 Sektionsmitglieder und 1 DAV GUN
Autor: Karl Meier

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