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Tour 12 Mittelgebirgswanderung im Dahner Felsenland (Pfälzer Wald).

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Mit Regenschirm und Sonnenhut

 

Mittelgebirgswanderung im Dahner Felsenland (Pfälzer Wald) vom 04. – 08. Juni 2022

 

Unterkunft:  Hotel Blick zum Maimont in Ludwigswinkel

Leiter:  Karl Meier

Teilnehmer:  5, davon 4 Sektionsmitglieder, 1 DAV GUN

 

Durch Absagen infolge Verletzungen stark geschwächt fuhr der Rest mit großen Erwartungen in die Pfalz. Trotz Pfingstsamstag hielt sich der Verkehr in Grenzen, sodass wir trotz Umleitungen rechtzeitig in Dahn ankamen. Gleich zu Beginn auf dem Dahner Rundwanderweg mußten wir die Regenschirme auspacken, denn leichter Regen machte uns den Aufstieg zum Hochstein schwer. Dazu kam drückende Schwüle, sodass wir alle froh waren, als wir oben auf dem Aussichtsfelsen standen. Es gab viele Wege zu den Dahner Burgen, breite und sehr schmale, wir wählten die schmalen zwischen eigenartig geformten Sandsteinfelsen hindurch und über steilen Abbrüchen. Etwas verspätet erreichten wir die Burgengruppe Alt-Dahn, dessen 3 Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein in den Sandsteinfelsen gemeißelt auf einem Felsplateau thronten. Etwas gemächlicher ging es dann zum Felsmassiv „Römerfelsen“, der auf einer Treppenanlage erstiegen wurde. Über einem Höhenrücken mit herrlichen ausgewaschenen Felsen wurde schließlich die Aussichtskanzel „Jungfernsprung“ erreicht, wo ein herrliches Panorama die vielen vergossenen Schweißtropfen vergessen ließ. In Dahn wartete dann die ersehnte Abkühlung: ein großes Eis. Unser kleines Hotel, ein Familienbetrieb, war etwas abgelegen, wir fanden es aber mit Hilfe des Navis.

Am Pfingstsonntag hatten wir die bekannteste Rundtour vor, den Dahner Felsenpfad. Der über weite Strecken schmale Pfad führte über zahlreiche Felsenmassive mit tollen Ausblicken durch herrlichen Mischwald und romantische Täler zurück zum Ausgangspunkt. Die Namen der zerfressenen Felsen Pfaffenfelsen, Schillerfelsen, Schwalbenfelsen, Elwetritschfels, Mooskopf, Roßkegelfelsen, Schlangenfelsen, Ungeheuerfelsen, Büttelfelsen, Lämmerfelsen, Wachtfelsen und zum Schluß Braut & Bräutigam, spiegelten das wieder, was wir alle erlebten: Romantik und Natur pur. Zwischendurch lockte die Pfälzerwald-Hütte im Schneiderfeld zur mittäglichen Einkehr, gerade als ein Schauer nieder ging. 200 Meter vor unserem Auto erwischte uns dann ein kräftiger Sturmregen, trotz unserer Schirme waren alle tropfnass.

Der Bärensteig war am nächsten Tag unser Ziel. Von Bruchweiler-Bärenbach ging es bei deutlich niedrigeren Temperaturen hoch zum Schuhfelsen und auf Waldwegen zur Jüngstbergkanzel, wo ein herrlicher Rundblick auf das Wasgau auf uns wartete. Die Drachenfelshütte war ein prima Platz zur Mittagsrast, bevor wir hochstiegen zur Burgruine Drachenfels, einer der markantesten Sandsteinburgen im Dahner Felsenland. Durch Wald und Wiesen gelangten wir zum Geierstein, wo wagemutige Kletterer ihre Kräfte und Geschicklichkeit testeten. Wo Elwetritsche, Fabeltiere wie Wolpertinger, ihren Waschplatz hatten, gab es noch eine Pause, bevor es auf dem Lourdessteig zum Parkplatz ging.

Am vierten Tag unserer Reise hatten wir uns den Napoleon-Steig ausgesucht. Der Rundweg bot uns wieder herrliche Felsenmassive, aber auch romantische Täler und eine aussichtsreiche Hochebene. Gleich am Anfang zeigte uns der Retschelfelsen, ein 500 m langes Buntsandsteinmassiv, die Schönheit dieser wabenartig erodierten Felsen. Auch der folgende Eisenbahnfelsen war ähnlich aufgebaut. Vom Rauhberg ging es hinunter zur kräftig sprudelnden Reinigshofquelle. Dann ging es hinauf zum freistehenden Napoleonfelsen, wo wir nicht ergründen konnten, warum er diesen Namen trägt. Abwärts erreichten wir unser mittägliches Ziel, die PWV-Hütte Am Schmalstein. Sie war leider geschlossen, aber wir hatten ja unsere Brotzeit dabei. Über die Flecksteinhochebene erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt.

An unserem letzten Tag hatten wir einen Teil des Deutsch-Französischen Burgenwegs ausgesucht. Unseren ursprünglichen Plan verkürzten wir, da der Wetterbericht ab 14 Uhr Regen gemeldet hatte. Von Hirschthal, nahe der Grenze gelegen, stiegen wir hoch zur Ruine Wegelnburg, der höchstgelegenen Burg im Wasgau. Gleich danach folgten die Burgruinen Hohenbourg und Loewenbourg, die alle eine tolle Aussicht boten. Über einen Felsensteig ging es hinunter zur Burg Fleckenstein, der größten Burg im Wasgau, die wesentlich besser erhalten war als die drei zuvor. Sehr eindrucksvoll waren die in den Fels gehauenen Räume, die über mehrere Stockwerke über Treppen erreichbar waren. Im Biergarten des Burgrestaurants tankten wir nochmals Kraft für die letzte halbe Stunde zum Auto, das wir glücklicherweise trocken erreichten.

Es war eine tolle Wanderreise mit sehr viel Natur, gewürzt mit Romantik, Kultur und Geschichte, die mehr Teilnehmer verdient gehabt hätte.

Karl Meier

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