• slide_1
  • slide_2
  • slide_3
  • slide_4
  • slide_5
  • slide_6

Tour 14 – Eine heiße Tour

Botanikbergwanderung in den Kitzbühler Alpen am 29./30. Juni 2019

Eine wahrlich heiße Tour sollte es werden – unsere jährliche Botaniktour am Wochenende 29. – 30. Juni. Seit Tagen diese hochsommerlichen Temperaturen und dann noch diese Überraschung! Alle 16 Teilnehmer konnten zusammen mit einem kleinen Reisebus fahren. Unser Vereinsfreund Martin konnte einen Bus fahren. Auch mit auf Tour Paul & Paul, beide 9 Jahre alt.

Ganz bequem startete am Samstagmorgen die Reise am Bahnhof Treuchtlingen. Dann wurden nacheinander die Pappenheimer, Solnhofer und Landershofener eingesammelt. Flott ging die Fahrt weiter Richtung München, Kufstein, Wörgl, Westendorf. Kraftvoll trug uns der Bus auf schmalen Straßen und engen Kehren hinauf bis zum Wanderparkplatz Maierhof in 1200 m Höhe.

Doch dann war Schluss mit der Bequemlichkeit. Die Fahrt war zu Ende und wir mussten raus aus dem klimatisierten Bus und in der brütenden Hitze hinauf auf den Berg. Warum habe ich so viele warme Sachen eingepackt, fragte sich mancher im nachhinein.
Zum Glück gab es anfangs einige schattige Stellen durch den Wald. Dann hatte sich die Hitze an uns gewöhnt, bergwärts wurde es etwas kühler und es wehte eine leichte Brise. Das und der zunehmend bessere Rundblick auf die umliegenden Berge machte uns den Aufstieg zur Hütte etwas angenehmer.

Unterwegs sahen wir schon jede Menge Alpenblumen auf den Wiesen. Aber unsere erfahrenen Mitwanderer kannten fast alle. Plötzlich war die DAV- Hütte in Sichtweite, aber es dauerte noch ein paar endlose Schleifen auf dem Weg bis wir endlich auf der Sonnenterrasse standen.

Die Alpenrosenhütte (1534m) wurde 2016 komplett erneuert und so entstand ein Traum in Holz, mit schönen Zimmern, einer gemütlichen Gaststube und den klassischen Holzschindeln als Fassade.

Nach dem Check-In und einer Stärkung wollten wir noch eine kleine Rundwanderung zu einer benachbarten Alm machen. Dazu wählten wir den Alpenrosensteig der teilweise noch gesperrt war. So mussten wir anfangs über und unter umgestürzte Bäume klettern. Dann wurde der Weg besser und führte uns an schönen Wasserläufen und Blumeninseln vorbei. Leider war durch den späten Wintereinbruch im Frühjahr die Blumenpracht noch verhalten und nicht so üppig wie sonst.

Dann gelangten wir wieder auf den großen Hauptweg und konnten gemächlich zur Alm hinabsteigen. Leider war sie geschlossen. So ruhten wir uns im Schatten etwas aus und machten uns dann auf den Rückweg zu unserer Hütte. Dort konnten wir uns auf kühle Getränke und im Anschluss auf ein warmes Abendessen freuen.

Der Abend verging wie im Fluge mit Kartenspielen und Geschichten erzählen. Nach einem schönen Sonnenuntergang war auch dieser Tag zu Ende.

Unser zweiter Wandertag sollte uns auf einen schönen Gipfel bringen. Leider war das Frühstück relativ spät und so holte uns die sommerliche Hitze wieder ein. Dafür waren wir mit leichtem Gepäck unterwegs.

Los ging es wieder Richtung Bergstation der Alpenrosenbahn. Vorbei an einer neu errichteten Skipiste erreichten wir bald den Abzweig zu unserem Gipfel.

Nach kurzem Aufstieg standen wir auf dem Gampenkogel (1955m). Oben blieb leider der kühlende und erfrischende Wind aus und wir standen in Wolken von fliegenden Insekten. Dafür war die Rundumsicht einfach wunderbar, besonders das Bergmassiv des Wilden Kaiser. Plötzlich bekamen wir noch Besuch von ein paar neugierigen Ziegen, die sich für den Inhalt unser Rucksäcke interessierten. Als sie dann noch gefüttert wurden, folgten sie uns ein ganzes Stück des Weges.

Weiter ging unsere Tour durch blühende Alpenrosen, immer bergab in Richtung Wildenfeldalm und Wiegalm, wo wir etwas zu Mittag bekamen. Nach dieser Stärkung machten wir uns auf den Rückweg.

Die Sonne brannte auf uns nieder. Leider ging es im Anschluss ständig bergauf und bergab, bei der Hitze nicht gerade angenehm. Zum Glück gab es immer wieder schattige Passagen durch den Wald und unterwegs einige Erfrischungen durch Bergbäche. Auch diese Hürde meisterten wir. Am Ende standen wir durstig und erschöpft vor unserer Alpenrosenhütte.

Nach einer ordentlichen Pause waren die meisten wieder fit und der Abstieg zum Meierhof, wo unser Bus geparkt war, war auch kein Problem. Mit viel Routine steuerte unser Vereinsfreund Martin den Bus wieder zurück in die Heimat und setzte fast jeden Teilnehmer vor seiner Haustür ab. Dafür noch einmal einen herzlichen Dank.

 

 

Autor: Kay Mlinzk
Unterkunft: Alpenrosehütte (1534 m) DAV
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 16, davon 13 Sektionsmitglieder, 2 DAV GUN, 1 Nichtmitglied

Das könnte Sie auch interessieren...