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Tour 15 Gipfelbiwak mit Hindernissen

Gipfelbiwak mit Hindernissen

Bergwanderung mit Gipfelbiwak in den Allgäuer Alpen am 1./2. Aug. 2020

 

Unterkunft:  Bergheumuseum Bach

Leiter:  Karl Meier

Teilnehmer:  4 Sektionsmitglieder

 

Für die Tour hatten sich 9 Personen angemeldet, aber einer nach dem anderen sagte ab: die kurzfristige Wettervorhersage war bei den Wetterdiensten sehr unterschiedlich. Wem sollte man trauen, dem Dienst, der Regen erst am Sonntagmittag vorhersagte oder dem, der schon für Samstagabend Nässe ankündigte? Die 4 verbliebenen Teilnehmer waren optimistisch und fuhren ins Lechtal nach Bach, wo sie eine Seilbahn auf 1800 m brachte. Auf dem Anstieg zur Jöchelspitze wurden mögliche Übernachtungsplätze erkundet, denn schon zogen Wolken auf. Eine kleine Hütte am Weg, das Bergheumuseum, war offen und als Notunterkunft für gut befunden. Es war uns allen klar, dass ein Biwak auf der Jöchelspitze zu riskant war, deshalb verpackten wir unsere nicht benötigten Sachen in Müllsäcke, die wir im Gebüsch deponierten. Mit leichtem Rucksack stiegen wir dann hinauf zur Jöchelspitze (2228 m), wo uns schon heftiger Wind und kurz danach leichter Regen empfing. Schnell wurden die Anoraks angezogen und auf einem anderen Weg ging´s zurück zum Museum. Dort richteten wir uns häuslich ein, denn kein Mensch kam und versperrte die Tür. In der Hütte war u.a. ein Tisch mit Stühlen, die wir in Anspruch nahmen und Brotzeit machten. Draußen begann es zu schütten und wir waren froh, im Museum Unterschlupf gefunden zu haben. Ein Biwak auf dem Gipfel wäre eine kleine Katastrophe geworden. Als es dunkel wurde suchte sich jeder einen Platz zum Schlafen, 3 fanden Platz auf der überdachten Veranda und Heidi zog es lieber in den Innenraum. Irgendwann tauchte der Mond auf und Sterne flimmerten zwischen den nur noch wenigen Wolken. Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne und wir beratschlagten was wir unternehmen sollten. Der Wetterdienst mit der richtigen gestrigen Vorhersage prophezeite um 11 Uhr Regen, es blieb also nicht viel Zeit, wenn wir nicht nass werden wollten. So stiegen wir ab zur Almwirtschaft neben der Seilbahnbergstation und gönnten uns einen Kaffee mit Kuchen als zweites Frühstück. Da noch Zeit blieb, schwebten wir nicht mit der Bahn ins Tal, sondern nahmen unsere Füße in die Hand und wanderten talwärts. Gerade als wir unser Auto erreichten, fing es leicht zu regnen an. Wir hatten den Umständen entsprechend alles richtig gemacht, wenn wir auch dabei eine gehörige Portion Glück gehabt hatten. Man findet halt nicht jeden Tag ein offenes Bergheumuseum …Karl Meier

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