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Tour (17) Gipfelbiwak in den Stubaier Alpen

  • 2022 08 13 Gipfelbiwak Axamer Lizum (429)
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  • 2022 08 13 Gipfelbiwak Axamer Lizum (58)
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  • 2022 08 13 Gipfelbiwak Axamer Lizum (328)

Farbiger Himmel und frostige Nacht

 

Gipfelbiwak in den Stubaier Alpen am 13./14. August 2022

 

Unterkunft:  Schlaf- und Biwaksäcke auf dem Widdersberg

Leiter:  Karl Meier

Teilnehmer:  9, davon 7 Sektionsmitglieder, 2 Nichtmitglieder

 

Das laufende Beobachten des Wetterberichts hat doch etwas genützt, denn am vorgesehenen Wochenende lachte die Sonne vom Himmel. Vom Skizentrum Axamer Lizum fuhren wir mit der Olympiabahn hoch zum Hoadl, dem Ausgangspunkt unserer 1,5-stündigen Wanderung mit schwerem Rucksack. Für ein Gipfelbiwak braucht man halt viele Sachen, damit man nicht hungert, dürstet oder friert. Einem kurzen Abstieg in den Hoadlsattel folgte ein etwas größerer Aufstieg auf ein Grasplateau und eine Querung hinüber zum Widdersbergsattel. Der Aufstieg zum Widdersberg (2327 m) über einen Grasgrat war bald geschafft und die Schultern konnten entlastet werden. Da die Südseite des Berges ein Grashang war, tummelte sich eine große Herde Schafe auf und unterhalb des Gipfels und diese ließ sich auch unter Androhung von Gewalt und leichter Durchführung nicht vertreiben. Unser Pech war, dass die beste Liegefläche für uns auch von den Schafen als Nachtlager ausersehen war. Schließlich teilte man sich friedlich den großen Platz, zumal die Schafe zufrieden mit der Teilung waren und sich ruhig verhielten. Dann begann das große Farbenspektakel des Sonnenuntergangs in den Bergen. Noch lange nachdem die Sonne verschwunden war, glühten die Wolken in Farbtönen von rot über orange bis rosa. Stark beeindruckt verschwanden alle nacheinander in den Schlaf- und Biwaksäcken und schnarchten dem Morgen entgegen.                                                                             Nach einem mehr oder weniger guten Schlaf staunten viele nicht schlecht über die dünne Eisschicht auf ihren Biwaksäcken. Gegen Morgen zu war es richtig kalt geworden und der Tau war gefroren. Alle hatten die Nacht gut überstanden und erwärmten sich am beeindruckenden Farbenspiel vor dem Sonnenaufgang. Von violett über rot bis gelb war alles dabei und alle freuten sich als die wärmende Sonne am gebirgigen Horizont auftauchte. Die Nordwände der Kalkkögel mit Marchreisenspitze und Ampferstein begannen zu leuchten und alle, besonders die Neulinge, freuten sich über dieses seltene Erlebnis. Nach einem kargen Frühstück wurden die mehr oder weniger nassen Sachen gepackt und sich von den pelzigen Schlafgenossen verabschiedet. Der Abstieg führte hinunter ins Lizumer Kar und mit kurzem Anstieg auf die 2156 m hohe Schneiderspitze mit Blick auf „unseren“ Gipfel. Der Weiterweg zum Halsl und der Abstieg in die Axamer Lizum war kein Problem mehr, obwohl der schwere Rucksack doch sehr drückte. Die Heimfahrt wurde in Leutasch zum Mittagessen unterbrochen, dass dabei die tollen Erlebnisse nochmals in den Vordergrund traten, war wohl selbstverständlich.

Karl Meier

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