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Tour 19 Anspruchsvolle Bergwanderung im Lechquellengebirge

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Die Lechquellen-Runde – eine runde Sache

 

Anspruchsvolle Bergwanderung im Lechquellengebirge vom 16. – 19. Juli 2022

 

Unterkunft:  Göppinger Hütte (2245 m) DAV, Freiburger Hütte (1931 m) DAV, Ravensburger Hütte

(1948 m) DAV

Leiter:  Karl Meier

Teilnehmer:  9, alles Sektionsmitglieder

 

Der Wetterbericht sagte eine Hitzewelle voraus, deshalb waren wir auch entsprechend ausgerüstet, als wir von Lech aus über Oberlech zum Petersboden mit der Bergbahn hochschwebten. Oben war es gar nicht so heiß, sodass einige ihr Unterhemd wieder anzogen. Über herrlich blühende Bergwiesen ging es in moderater Steigung hoch zum Butzensattel mit Ausblick zum Butzensee. Steiler und anspruchsvoller wanderten wir unter den Abstürzen der Butzenspitze durch viel Schutt bis zur Abzweigung zur Braunarlspitze (2649 m), wo Zeit und Lust der Bergsteiger gecheckt wurden. Fast alle entschieden sich für den Gipfelanstieg, der im Felsgelände leichte Kletterei forderte. Nach 2 Stunden Nervenkitzel ging es dann weiter auf dem Theodor-Praßler-Höhenweg zur Göppinger Hütte, die wir gerade noch rechtzeitig zum Abendessen erreichten. Die Hütte war voll und wir waren froh, rechtzeitig vorgebucht zu haben.                                                                                                                               Die nächste Etappe sollte die schwierigste auf unserer Runde werden. Gleich nach dem Frühstück stiegen alle über Schutt und schroffe Felsen in leichter Kletterei auf den 2600 m hohen Gipfel des Hochlicht. Für die meisten war dies nicht ganz einfach, aber alle schafften es ohne Probleme, auch den Abstieg. Wieder mit schweren Rucksäcken belastet ging es zunächst aufwärts und dann unter den Wänden der Johannesköpfe in steilen Rinnen wieder hinunter in ein ausgedehntes Kar. Nach einem erneuten Anstieg folgte der schwierigste Teil des Tages. Steile Schuttrinnen mußten abgestiegen und gequert werden, was die volle Konzentration der Mannschaft forderte. Nach dem Vergießen einiger Schweiß- und Angsttropfen gelangten alle wohlbehalten unten an und konnten das Auf und Ab des Weiterwegs in Angriff nehmen. Ein nerviger Hangweg führte dann hinab zum herrlichen Formarinsee und ein kurzer Aufstieg zur Freiburger Hütte. Auch hier wurde es knapp mit dem Abendessen. Gesättigt und bei einem Bierchen/Wein zogen die Erlebnisse des heutigen Tages entspannt nochmals vorbei.                                                                                                                            Nach einem Tag voller Schutt und Fels folgte am dritten Tag eine Etappe mit farbigen Blumenwiesen und herrlichen Ausblicken. Nach kurzem Anstieg folgten weite Almen und eine geologische Besonderheit: das Steinerne Meer. Dieses wilde Karstgebiet mit bizarren Felsformationen mußte durchquert werden, bevor es an den Aufstieg zum 2439 m hohen Gehrengrat ging. Ein herrliches Panorama belohnte die Mühen: Verwall, Silvretta und Rätikon zeigten ihre schönsten Gipfel, wie schon in den Tagen zuvor. Ein steiler Abstieg und weitere Blumenwiesen führten hinab zum Spullersee, einem herrlichen Stausee. Vom Aufstieg zur Ravensburger Hütte zweigten viele ab, um im klaren See ein erfrischendes Bad zu nehmen. Diesmal waren wir rechtzeitig auf der Hüttenterrasse, um entspannt die Ruhe und den Ausblick auf eine herrliche Bergkulisse zu genießen. Die sehr gut organisierte Hütte mit einem freundlichen Personal ließ den Aufenthalt recht angenehm verlaufen. Auch der letzte Tag brachte nochmals Almwiesen voller Blumen beim Anstieg zum Mahdlochjoch (2435 m). Nach einem kurzen Abstieg tauchte der glitzernde Zürser See vor uns auf, was natürlich unsere Kaltwasserschwimmer zum Bad aufforderte. Der Abstieg nach Lech wurde zu einer unangenehmen Lehrstunde. Uns wurde vor Augen geführt, was intensive Viehwirtschaft auf den Almen für Schäden verursachen kann. Zu Äckern zertrampelte Wiesen, zerstörte Wanderwege und erodierte Hänge erschreckten uns alle zutiefst. In Lech angekommen erreichte uns auch die große Hitze, die hoch oben in den Bergen erträglich war. Temperierte Getränke und Eisbecher sorgten für Abkühlung.                                                                                                                                                        Optimales Wetter mit klarer Weitsicht und ein abwechslungsreicher Routenverlauf ließen die Lechquellenrunde zu einem Erlebnis werden. Aber was wäre das alles gewesen, wenn die Kameradschaft, der Zusammenhalt und die Toleranz in der Gruppe nicht gewesen wären?

Karl Meier

 

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