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Tour 19 – Dem Himmel ein Stück näher 

Anspruchsvolle Bergwanderung in den Ötztaler und Stubaier Alpen vom 30.8. – 01.09.19

Zu einer Genusstour entwickelte sich die von Karl Meier für das Wochenende.geplante anspruchsvolle Bergwanderung in den Ötztaler Alpen. Trotz unsicherer Wetterprognosen wurde die Tour für die 9 Teilnehmer (davon 6 Frauen) zu einem tollen Wanderwochenende mit viel Sonne, Wolken und wunderbaren Ausblicken in die umliegende Bergwelt.

Tag-1: Anreise und Aufstieg von Hochsölden zum Grieskogel (2911m)

Nach unserem morgendlichen Treff um 6 Uhr am alten Forsthaus in Treuchtlingen ging es in zügiger Fahrt in Richtung Augsburg, Füssen, Imst und Sölden im Ötztal. In engen Kehren fuhren wir mit den Autos dann noch höher hinauf nach Hochsölden. Dort fanden wir trotz aller Baustellen im Ort einen Parkplatz auf dem Parkdeck eines Parkhauses. So starteten wir nach ca. 3,5 Stunden Fahrt noch unsere Halbtagestour von Hochsölden auf den Grieskogel. Überall war geschäftiges Treiben und Bautätigkeit, Hotels wurden erweitert, Liftanlagen gebaut, Zufahrtswege instand gesetzt.

Endlich raus aus dem Baustellenlärm. Wir waren froh, diesem ganzen Lärm und Staub zu entkommen und machten uns auf dem Wanderweg zum Grieskogel. Weiter oben hatten wir endlich Muße die Umgebung und die schöne Landschaft zu genießen. Aus der Ferne konnten wir gut sehen, wie in Hochsölden geschäftig für die kommende Wintersaison gebaut wurden.

Nach dem gemütlichen Einstieg wurde der Weg dann stetig etwas anspruchsvoller und hielt nach jeder Kurve neue Überraschungen und Einblicke parat. Bald standen wir vor dem letzten Anstieg zum Gipfel. Der war allerdings mit etwas Kletterei verbunden. Aber gemeinsam schafften alle auch diese Hürde.

Nach ausgiebiger Gipfelrast machten wir uns an den Abstieg. Auch das klappte gut und so waren wir schneller als erwartet wieder am Parkplatz bei den Autos. Auf ging´s zum Quartier – die Alpenvereinshütte in Zwieselstein, eine rustikale Selbstversorgerhütte Bj 1925 der DAV Sektion Regensburg.

Die Hütte war leider unbesetzt. So schoben wir eine kurze Kaffeepause in der Gastwirtschaft „Neue Post“ ein und konnten im Anschluss unsere Zimmer beziehen. Zwei Zimmer mit Stockbetten und ein Lager unter dem Dach. Nach einem gemeinsamen Abendessen in der Gaststätte „Neue Post“ (zum Kochen hatte leider niemand Lust) war zeitiges Schlafengehen angesagt. Der neue Tag sollte wieder viel Neues bringen.

Tag-2: Vom Timmelsjoch zum Brunnenkogelhaus (2738m)

Der nächste Tag erwartete uns mit unsicheren Wettervorhersagen für den Nachmittag und so entschlossen wir uns frühzeitig aufzubrechen.

Zunächst ging es mit dem Bus, der fast direkt vor der Haustür abfuhr, nach Obergurgl und nach dem Umsteigen bis zum Timmelsjoch. Eine gute Entscheidung, denn so konnten die Autos an der Hütte im Tal stehen bleiben.

Für den Bus war am Parkplatz Timmelsjoch Schluss und unsere Wanderung auf dem Panoramaweg begann. Der Sonne lachte, der Himmel war voller Wolken die mit Tempo an uns vorbeizogen.

Eine wunderbare Rundumsicht auf dem Panoramaweg. Früh war es allerdings noch etwas schattig, aber dann kam die Sonne über den Berg und es wurde angenehmer. Auch die Wolken zogen freundlicherweise alle seitlich vorbei. Auch unser Weg wurde anspruchsvoller. Die knapp 3000 m Höhe und das ständige Auf und Ab konnte man beim Schnaufen schon bemerken. Die tolle Landschaft entschädigte für alles. So stiegen wir auf und stiegen wieder ab, vorbei an Wannekogl und über verschiedene Grate und Sättel kamen wir schließlich zur Wilde Rötespitz (2965m), Rötkogel (2892m), Vorderen Brünnenkogel (2775m), Hinteren Brünnenkogel (2722m). Einige ausgesetzte Stellen waren mit Eisenketten versehen, so war immer sicherer Halt gegeben.

Nun konnten wir das Brunnenkogelhaus (2738m) immer öfter sehen, das exponiert auf dem Berggipfel thronte. Noch einmal hinab in die nächste Senke und ein kurzer Anstieg hinauf, dann standen wir endlich auf der Sonnenterrasse der Berghütte. Nun war Zeit für für Entspannung und Erholung. Nach der ersten Erfrischung konnten wir unser Bettenlager beziehen. Das Haus füllte ich sich zunehmend und so waren bald auch die Schlafplätze im Treppenhaus vergeben.

Vor dem Abendbrot gab es noch eine Überraschung für uns. Mit uns auf der Hütte war noch ein Chor aus den „Bregenzer Wäldern“. So wurden wir durch Gitarrenmusik und Chorgesang zum Essen gerufen. Musik begleitete uns auch den ganzen Abend. So vergingen die Stunden mit Gesprächen, Musik und einigen Gläschen Wein.

Tag-3: Abstieg vom Brunnenkogelhaus nach Zwieselstein und Heimreise

Der Sonntag empfing uns mit bewölktem Himmel. Doch zwischendurch gab es immer etwas Sonnenschein. Vor und nach dem Frühstück wurde eifrig gepackt. Durch einen Radmarathon am Timmelsjoch sollte unser gesamtes Tal gesperrt werden. Deshalb wollten wir rechtzeitig abreisen. Kurz vor 8 Uhr begannen wir mit dem Abstieg. Der gestaltete sich weniger steil als gedacht. Bald war die Baumgrenze erreicht, wir machten Pause an der Brunnenbergalm Falkner Gasthaus. Dann kam noch ein interessantes Stück Wanderweg entlang an der Ötztaler Ache, die mit aller Macht ins Tal schoss. Rechtzeitig schafften wir es zurück an unsere parkenden Autos. Nun beschlossen wir aus dem Tal herauszufahren und im Anschluss noch schön zum Essen einzukehren. So fuhren wir zunächst nach Imst und dann Richtung Hahntennjoch. Im Alpenhotel Linserhof konnten wir auf der Terrasse recht gut sitzen und die tolle Tour besprechen. Nach dem Essen traten wir alle die Heimreise an.

 

 

Unterkunft: Talhütte Zwieselstein (1472 m) (DAV) und Brunnenkogelhaus (2738 m) privat
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 9, davon 6 Sektionsmitglieder, 1 DAV GUN, 2 Nichtmitglieder
Autor: Kay Mlinzk

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