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Tour 26 Winterraumbergwanderung in den Ammergauer Alpen

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Winterraum im zu frühen Winter

Winterraumbergwanderung in den Ammergauer Alpen vom 05. – 07.11.2021

Unterkunft:  Bergländerheim am Pürschling (1564 m) DAV (Selbstversorgerhütte)

Leiter:  Karl Meier

Teilnehmer:  6, davon 5 Sektionsmitglieder, 1 Nichtmitglied

Da in diesem Herbst und Winter wegen der Coronavorschriften keine Winterraumübernachtungen erlaubt sind – nur in Notfällen ist dies gestattet – mußte kurz umgeplant werden. „Unser“ Bergländerheim am Pürschling war zu einem späteren Termin frei, die Teilnehmer wurden befragt und die Hütte bei Karo gebucht. Ein Wintereinbruch konnte uns nicht stoppen, zumal gutes Wetter prophezeit wurde. Der Schlüssel für die große Hütte wurde abgeholt, denn dort im Keller sollten unsere Getränkeschätze lagern. Die Rucksäcke waren auch ohne Flüssiges groß und schwer, denn warme Kleidung, Schlafsäcke und Verpflegung wollten hinaufgetragen werden. Gleich zu Beginn des Aufstiegs stiegen wir durch die romantische Schleifmühlklamm mit ihren Wasserfällen. Gemütlich wanderten wir dann nach oben, wo uns schon auf 1200 m Höhe der erste Schnee erwartete. An der Hütte waren es dann gut 10 cm. Wir quartierten uns auf der Hütte ein, schürten Herd und Kachelofen an und verzehrten den ersten Teil unserer Vorräte. Dann wollten wir uns mit Getränken eindecken, aber die erhaltenen Schlüssel passten in kein Schloss. Hatte uns die Frau Schindler die falschen Schlüssel gegeben? Auf der Terrasse stand ein großer Kühlschrank mit Getränken aller Art, wo wir uns zu höheren Preisen bedienten. Wir wollten ja schließlich nicht verdursten … Eine kleine Gipfeltour durfte natürlich nicht fehlen, deshalb statteten wir dem felsigen Teufelstättkopf (1758 m) einen  Besuch ab. Hier oben hatte es schon winterliche 20 cm Schnee. Bald waren wir wieder unten in unserer warmen Hütte, wo die Vorbereitungen für unser voluminöses Abendessen begann. Es mußte natürlich wieder unsere legendäre Nudelsuppe mit Wursteinlage sein! Jeder bekam 3 große Teller voll davon, aber es blieb trotzdem etwas übrig. Für 6 Personen kann man sich halt verschätzen. Ein gemütlicher Abend folgte dem Festessen.

Am Samstag erwarteten uns ein wolkenloser Himmel und knackige Kälte, als wir uns auf den Weg zum Laubeneck und Hennenkopf machten. Anfangs hatten wir noch eine Spur im 20 – 30 cm hohen Pulverschnee, aber bald mußten wir den verwehten Pfad selbst suchen. Steile Hänge wurden vorsichtig gequert und kleine Felsstufen überklettert. Es war ein Genuss, durch den glitzernden Schnee zu stapfen. Das Laubeneck ließen wir links liegen, da kein Weg hinauf zu erkennen war. Den Hennenkopf (1768 m) ließen wir uns aber nicht nehmen und konnten herrliche Ausblicke auf die verschneiten Berge und das schneelose Alpenvorland genießen. Zurück ging es dann auf dem tieferen Hangweg, der aber wegen Glätte volle Aufmerksamkeit forderte. Was gab es zum Abendessen? Natürlich wieder Nudelsuppe mit Wursteinlage! Und nach dem opulenten Mahl gab es viel zu bereden, Vergangenes und Zukünftiges.

Am Sonntag wurde die Hütte auf Vordermann gebracht, bevor wir uns auf den Weg zur Kolbenhütte machten. Der schmale verschneite Pfad über die Sonnenspitze war uns mit den großen Rucksäcken zu beschwerlich, deshalb nahmen wir den unteren Weg. Wider Erwarten war die Wirtschaft offen, so konnten wir uns mit warmen Getränken wieder aufheizen. Dies tat auch die helle Sonne, die den Aufenthalt auf der Alm recht angenehm machte. Der Abstieg zum Parkplatz war dann schnell geschafft und auf der Heimfahrt begleiteten uns die schönen Bilder einer gelungenen Bergtour.   Karl Meier

 

 

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