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Tour 3 Schneeschuhtouren in den Ammergauer Alpen

Wenn man den Schnee sucht …

Schneeschuhtouren in den Ammergauer Alpen vom 07. – 09. Febr. 2020

 

Unterkunft:    Alphotel in Ettal

Leiter:            Karl Meier

Teilnehmer:   5, alle Sektionsmitglieder

 

Nachdem Karl in der Wildschönau und der weiteren Umgebung keine Unterkunft gefunden hatte, buchte er in Ettal das uns schon bekannte Hotel. Der Schneelagebericht im Internet verhieß 30 cm Schnee im Tal und 60 cm auf 1400 m, also durchaus brauchbare Werte. Als wir in Oberammergau am Ausgangspunkt der geplanten ersten Tour ankamen, war unten nur Eis zu sehen und die Südhänge waren braun. Wir planten schnell um und suchten uns den nordseitigen Aufstieg zum Pürschling aus. Anfangs trugen wir die Schneeschuhe bis dann aus 3 cm 10 cm wurden. Der Fahrweg war im oberen Bereich für uns keine Option, deshalb nahmen wir uns den Pfad auf dem Rücken rechts davon vor. Auf der Bank vor der Hütte machten wir Mittagsrast und genossen die Sonne und die Aussicht. Der Abstieg über die Nordhänge war ein Genuß, auch wenn es etwas mehr als die vorhandenen 20 cm Schnee hätten sein dürfen. Abends wärmten wir uns in der Hotelsauna auf und ließen uns in der Ettaler Mühle verwöhnen.

Am zweiten Tag hatte Karl die Ziegelspitze auf dem Kamm zur Notkarspitze ausgesucht. Auch hier mußten wir die Schneeschuhe weit hochtragen, denn Schnee war Mangelware. Erst unterhalb der Ochsenspitz (1515 m) lohnte sich das Anschnallen. Auf dem Weiterweg zur Ziegelspitz (1719 m) waren dann doch gute Verhältnisse. Alle erreichten den aussichtsreichen Gipfel und waren von der tollen Aus- und Fernsicht begeistert. Der steile Abstieg auf dem glitschigen Waldpfad war mühsam, aber alles war vergessen, als der Gaumenschmaus in der Ettaler Mühle und die Sauna genossen wurden.

Am letzten Tag wollten wir die Scheinbergspitze (1926 m) besteigen, einen tollen Gipfel westlich von Linderhof. Diesmal wurden gleich unten die Schneeschuhe angelegt und auf angenehmen Wegen und Pfaden aufgestiegen. Die Tour ist sehr beliebt bei den Skitourengehern und deshalb waren wir auch nicht allein unterwegs. Bei herrlichem Sonnenschein stapften wir durch lichten Wald hoch, immer den schön geformten Gipfel vor Augen. Am Skidepot angekommen, stellten wir fest, dass der letzte Anstieg zum Gipfel bei den gegebenen Verhältnissen gar nicht so einfach war. Nur ganz wenige wagten den zum Teil felsigen Anstieg. Auch wir gaben uns mit dem Erreichten zufrieden, machten Brotzeit und ließen uns die Sonne auf den Bauch brennen. Der Abstieg im Pulverschnee belohnte uns für die Aufstiegsmühen. Es war ein schöner Abschluß, den wir in der Ettaler Mühle bei Kaffee und Kuchen besiegelten.

Bericht: Karl Meier

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