• slide_1
  • slide_2
  • slide_3
  • slide_4
  • slide_5
  • slide_6

Tour 5 Ätsch – kein Schnee!

(Schneeschuh)bergwanderung im Bayr. Wald vom 22. – 25. Febr. 2020

Die Bilder der Webcam auf dem Großen Arber täuschten viel Schnee vor, aber die Wirklichkeit sah anders aus, als wir am Hohen Bogen unsere erste Tour begannen.
Auf 957 m an der Diensthütte Hoher Bogen gab es nicht die Spur von Schnee. Deshalb ließen wir die Schneeschuhe in den Autos und starteten die Wanderung ohne sie. Auf dem Goldsteig ging es zunächst flach durch Wald, erst am Anstieg zum Burgstall (976 m) wurde es kurz steil. Die Belohnung war eine tolle Sicht hinunter zu unserem Übernachtungsort und nach Tschechien. Auf dem Baierweg wanderten wir weiter zum Bärenriegel (1017 m) und zum Eckstein (1079 m), wo noch riesige Türme mit Antennen der NATO aus dem Kalten Krieg standen. Der Ahornriegel (1059 m) mit dem Berghaus Hohen Bogen bildete den Abschluss der langgezogenen Bergkette des Hohenbogen. Da auf den Gipfeln ein strenger Wind blies, freuten sich alle auf die warme Stube in der Hütte. Auf dem Rückweg gab es NO-seitig doch noch etwas Schnee, eine Erinnerung, dass es eigentlich Hochwinter war. Am Faschingssonntag wollten wir den Kaitersberg überschreiten, natürlich wieder ohne Schneeschuhe. Vom Gasthaus Eck ging es zuerst gemütlich und dann ziemlich steil auf den Großen Riedelstein (1132 m) mit dem Waldschmidtdenkmal, wo uns eisiger Wind um die Ohren pfiff. Deshalb hielten wir uns dort nicht lange auf und tauchten wieder in den schützenden Wald ein. Aus niedrigen Wolken tröpfelte es ab und zu etwas, aber wir waren ja alle gut ausgerüstet. Plötzlich tauchten aus dem Nebel hohe Felsgruppen auf, wir hatten die Rauchröhren erreicht. Auf Felssteigen ging es zwischen den Steintürmen durch, was recht unterhaltsam war. Auch unser Weiterweg über den Hohen Stein säumten Felsgruppen, die mit dem Kaitersberg ihren Höhepunkt hatten. Von hier aus war schon unser Mittagsziel, die Kötztinger Hütte, sichtbar. Neben Essen, Trinken und warmer Stube gefiel uns dort auch der prächtige Ausblick. Vorbei an den Kreuzfelsen ging es nun weit abwärts über glatte Wurzeln und glitschige Eisreste nach Schönbuchen. Die geschundenen und ausgekühlten Gliedermaßen konnte man dann in der Hotelsauna relaxen lassen. Am nächsten Morgen sagte Karl seine Teilnahme an der Tour zum Großen Arber ab, denn ihn plagten schwere Ohrenprobleme, die einen Arztbesuch nötig machten. Arthur und Erich übernahmen die Gruppe und ließen sich mit der Seilbahn hochtragen bis kurz vor den Gipfel. Der weitere steile Anstieg war aber so eisig und rutschig, dass sich viele nicht hinauf wagten und wieder mit der Bahn hinabfuhren. Der anschließende Besuch eines Tierparks entschädigte für die entfallene Gipfeltour, die die anderen über den Großen (1453 m) und Kleinen Arber (1384 m) sowie den Enzian (1285 m) zum Berghaus Schareben führte. Da es hier doch etwas mehr Schnee gab, war dieser Weg für die Fußgänger ziemlich anstrengend. Nach einer kurzen Pause im Berghaus brachte der öffentliche Bus die Wanderer zu ihren Fahrzeugen. Der Rosenmontagabend verlief recht lustig, wobei Moni und Edith ganze Scharen von Kindern in Begeisterung versetzten. Am Faschingsdienstag ließen wir die Tour etwas gemütlicher angehen und verlegten den Ausgangspunkt um einiges höher zum Parkplatz Sattel am Osser. Wieder mit Karl ging es gemächlich hoch zum Teufelstritt und weiter zur Osserwiese. Nun wurde der Pfad steiler und immer eisiger und rutschiger. Vorsicht und Trittsicherheit waren geboten als wir die Gipfelzone des Kleinen Osser (1266 m) erreichten und schließlich auf dem Felsgipfel standen. Der Weg zum Großen Osser (1293 m) und zur Osserschutzhütte war wieder einfacher, aber enttäuschend, denn die Hütte war trotz eigener Angaben geschlossen. So stiegen wir wieder ab zum Parkplatz, diesmal auf gefahrlosem Weg. In einem netten Cafe ließen wir die Fahrt ausklingen, die wetter- und schneemäßig enttäuschte, aber durch den guten Zusammenhalt und erlebnisreiche Touren, leider ohne Schneeschuhe, doch noch zu einer schönen Unternehmung wurde.

Unterkunft: Hotel Klosterhof, Neukirchen b. Hl. Blut
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 15, davon 11 Sektionsmitglieder, 4 DAV GUN
Autor: Karl Meier

Das könnte Sie auch interessieren...