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Tour 6 Schneeschuhwandern in den Stubaier Alpen

Nur weg aus dem verregneten Treuchtlingen…

Tourenführer:  Karl Meier

Teilnehmer: 12

Drei Tage Schneeschuhwandern in den Stubaier Alpen waren angesagt. Zwölf Wanderer unter Tourenführer Karl Meier freuten sich schon auf den Kulissenwechsel und wunderschöne Winterlandschaften.
​​Pünktlich am Freitag um 7:00 Uhr war Abfahrt am Forsthaus Treuchtlingen. Dann ging es Richtung Augsburg und auf der Autobahn nach München, weiter nach Garmisch und von dort aus Richtung Innsbruck nach Kematen und Axams. Wir hatten unser Ziel erreicht.Wir stellten uns oberhalb des Alpengasthofs Adelshof auf einem Wanderparkplatz längs der Straße ab. Überall war es strahlend weiß, nur im Inntal braun und grün. Unser Ziel für den Nachmittag war der Birgitzkopf (1982 m) oberhalb der Birgitzer Alm. Tatsächlich hatten wir wieder Glück mit dem Wetter. Richtung Süden wurden die Wolken immer dünner und zu Beginn unsere Wanderung schaute der blaue Himmel und auch mal die Sonne heraus.
Zehn bis zwanzig Zentimeter Schnee und eine Skispur immer zickzack bergauf durch den lichten Wald hinauf zur Birgitzer Alm machten uns den Weg einfach. Plötzlich stand es auch schon vor uns, ein riesiges Holzhaus – das Birgitzköpfelhaus.
Noch ein kleines Stück weiter waren wir auch schon auf dem Birgitzkopf. Der Blick zurück ins grün- braue Inntal mit seinen gewaltigen verschneiten Bergketten fesselte uns immer wieder.
Nach dem Gipfefoto stiefelten wir in breiter Front durch den pulvrigen Schnee und erreichten nach kurzer Zeit das Birgitzköpfelhaus. Dort kehrten auf einen Kaffee und frisch gebackenen Topfenstrudel ein. Der anschließende Rückweg führte auf kürzesten Weg immer parallel zur Skipiste durch den lichten Wald, wobei wir die Rodelbahn immer wieder kreuzten.

Am Parkplatz angekommen, verräumten wir die Ausrüstung und fuhren direkt nach Götzens zum Hotel Edelweiss. Dort trafen wir unsere drei Nachzügler Elvira, Simone & Matthias. Den Abend verbrachten wir mit viel Spass und guter Unterhaltung in der örtlichen Pizzaria.

Am nächsten Tag wollten wir richtig loslegen mit einer Schneeschuhtour zum Mitterzeigerkopf (2628 m) Es sollten 767 Höhenmeter bei einer Gesamt- Gehzeit ca. 5 Stunden absolviert werden.

Schon früh war der Himmel grau und es war richtig kalt. Gleich nach dem Frühstück im Hotel fuhren wir ins Sellrain- Tal in Richtung Kühtai. Wir parkten die Autos wieder am Straßenrand direkt am Wanderwegweiser vor der ersten Lawinengalerie.

Dort ging es erst mächtig bergauf, dann aber gemächlicher in einem langgestreckten Tal stetig bergauf. Vom grauweißen Himmel, leichter Schneefall und eisiger Gegenwind. Himmel und Erde verschmolzen zu einer weißen Wand. Nur ein paar Felsen machten die Orientierung möglich. Wir folgten den Spuren unser Vorgänger, immer höher bis zum Sattel des Kreuzjoch (2563 m) Von dort aus müssten wir leider erkennen, das es nicht mehr weitergeht. Der weitere und steile Weg zum Mitterzeigerkopf war völlig vom Schnee verweht und der Gipfelgrat voller Schneewächten. Viel zu gefährlich für uns. Bei dem starken Wind hielten wir es nicht lange auf dem Sattel aus und stiegen ein paar hundert Meter ab. Dort war es plötzlich windstill und für ein paar Augenblicke schaute die Sonne durch die Wolken. Uns wurde gemütlich warm. Doch dann war alles wieder grau. Wir stiegen weiter ab. Immer auf der Suche nach dem richtigen Weg, genossen wir den Abstieg durch den lockeren Pulverschnee.

Am Nachmittag war im Hotel noch reichlich Zeit sich zu erholen und endlich die hauseigene Sauna und das Schwimmbecken auszuprobieren. Abends rückten wir noch in  die gemütliche Gastwirtschaft „Klammhütte“ ein und ließen den Abend schön ausklingen.

Der Sonntag empfing uns mit wunderbarem Sonnenschein. Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und nachdem die Scheiben am Auto frei gekratzt waren, ging die Fahrt ins Skigebiet Axamer Lizum. Unser Ziel der Widdersberg (2327 m) mit 783 Höhenmetern und einer Gesamtgehzeit von ca. 5 Stunden.

Auf dem Parkplatz im Skigebiet wurden wir fachmännisch und mit System eingeparkt. Los ging es auf die Piste. Überall Ski- und Snowboardfahrer, lange Schlangen an den Liftstationen, Gewusel auf der Skipiste. Und wir waren mittendrin. Zunächst stiegen wir am Rand der Skipiste immer weiter bergauf. Vor uns die Zackengipfel der Hörzingwand (2220 m) und der Widdersberg, hinter uns die Schneisen der verschiedenen Ski- Abfahrten und in der Ferne das weite Inntal.

Immer wieder wurden wir auch von Tourenski- Gehern überholt. Sie wollten, wie wir, auf die Gipfel ohne Seilbahn und die schönen Abfahrten im Tiefschnee genießen. Wir bogen von der Skipiste ab, verließen den Skizirkus und folgten einer Spur in Richtung Widdersberg.

Vorbei an einer Grillhütte wurde es langsam wieder ruhiger. Vor uns fast unberührte Natur, ein großer Speichersee, Lawinen- Schutzmauern und ein weites Tal. Dann kam der Endspurt. In engen Kehren stiegen wir im Zickzack die steile Flanke zum Gipfel- Plateau hinauf. Von Oben sah alles so winzig und weit weg aus. Noch ein kurzer Anstieg und wir waren auf dem Gipfel des Widdersberg. Weite Sicht in alle Richtungen und Sonne satt. Hier oben machten wir Brotzeit, ruhten uns aus und genossen den Rundblick.

Dann wählten wir einen anderen Weg ins Tal zurück. Lange, steile Hänge mit viel Pulverschnee machten uns zu schaffen und brachten uns teilweise zu Fall. Doch mit Geduld erreichten wir den Talgrund und wanderten vorbei an eindrucksvollen Bergformationen. Dann kamen wieder steilere Passagen. So entschlossen sich Einige aus unserer Gruppe diese Hänge auf dem Hosenboden herunter zu rutschen, was nur teilweise gelang. Nun kam auch die Skipiste wieder in Sicht und wir stiegen zügig zur Talstation ab.

Der Nachmittag war noch jung und so entschlossen wir uns, auf der Heimfahrt unterwegs in die Ettaler Mühle einzukehren. Nach diesem Zwischenstopp verlief die weitere Rückfahrt nach Treuchtlingen ohne größere Probleme.  Kay

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