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Tour 8 Schneeschuhbergtouren im Kleinwalsertal

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Zurück in den Winter

Schneeschuhbergtouren im Kleinwalsertal vom 25. – 27.03.2022

Unterkunft:  Gästehaus Lehbach, Riezlern

Leiter:  Karl Meier

Teilnehmer:  5 Sektionsmitglieder

Unsere letzte Schneeschuhtour in dieser Saison führte uns ins Kleinwalsertal. Mit dabei waren, neben Tourenführer Karl Meier, Elisabeth, Heidi, Sabine und Kay.

Schon bei gutem Wetter starteten wir am Freitagmorgen in Treuchtlingen und fuhren ohne größere Unterbrechungen über Augsburg, Landsberg, Kempten, Oberstdorf. Etwa 3 Stunden später waren wir in unserem Zielgebiet im Kleinwalsertal vor Ort. Startpunkt für die Freitagstour war Mittelberg, Ortsteil Höfle. Von dort aus sollte es auf die Kuhgehrenspitze (1907m) gehen. Etwa 780 Höhenmeter waren dazu zu bewältigen. Am Anfang war Schnee Mangelware, nur die Gipfel waren weiß. Dafür brannte die Sonne vom blauen Himmel schon kräftig herunter. Zuerst nahmen wir die Asphaltstraße. Dann zweigte unerwartet unser kleiner Aufstiegsweg ab. Und zwar steil den schneebedeckten Hügel hinauf. Also schnell die Schneeschuhe angeschnallt. Kurz darauf stiegen wir durch ein steiniges Flussbett steil durch den Wald bergauf, also die Schneeschuhe wieder abgeschnallt. Endlich, oberhalb des Waldes gab es eine geschlossene Schneedecke. Nun konnten wir endlich wieder mit Schneeschuhen gehen. Einige Schneelawinen waren die letzten Wochen abgegangen, teilweise auch über unseren Weg. Der Schnee war von Sahara-Staub rötlich eingefärbt. So gab es im Schnee ein Farbspiel von weiß bis rotbraun. An einer alten Almhütte wurde Pause gemacht. Danach ging es weiter stetig zum Gipfel hinauf. Plötzlich waren wir oben und so konnten wir den Rundblick durch das ganze Tal genießen. Der Rückweg war mehr rutschen und gleiten statt gehen. Die Sonne hatte den Schnee zu Matsch aufgeweicht. Im unteren Bereich ging gar nichts mehr. Braune Wiesen und schwindender Schnee ließ uns die Schneeschuhe wieder einpacken.

 

Der nächste Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Diesmal fuhren wir vom Quartier bei Riezlern nach Baad. Vom Parkplatz aus ging es ganz bequem auf einem breiten, gespurten Talweg am Fluss entlang zur Bärguthütte. Dann war es Zeit für die Schneeschuhe. Über Wiesen und durch lichten Wald ging es immer an der alten Materialseilbahn entlang. Der Wald wurde weniger und wir stiegen über eine Steilstufe hinauf, dann über einen breiten Rücken mit mehreren Höckern und im Anschluss einen Steilhang hinauf in einen weitläufigen Talkessel. Das letzte Stück im Zickzack-Kurs bis auf den Gamsfuss. (1990m). Damit hatten wir ca. 800 Höhenmeter geschafft. Vom Plateau konnte man weit sehen in den Bregenzerwald und in das Lechquellengebirge. Im Hintergrund war auch der Widderstein immer präsent. Nach ausgiebiger Mittagsrast stiegen wir den gleichen Weg wieder hinab und kehrten ganz gemütlich in der Bärguthütte ein.

 

Der Sonntag wartete mit besonderen Herausforderungen auf uns. Ziel war diesmal die Güntlespitze (2092m) und 975 zu bewältigenden Höhenmetern. Startpunkt war wieder der Wanderparkplatz bei Baad. Von dort ging es zunächst auf einem schön gespurten Weg mit Loipe, dann nach kurzem Anstieg gemütlich am Fluss entlang. Urplötzlich war der schöne Weg verschwunden. Das machte steile Aufstiege den seitlichen Hang hinauf, teilweise durch Gehölz und Gebüsch notwendig. Dann waren wir wieder auf dem rechten Weg. Der Fluss verschwand in den Untergrund und wir mussten uns über etliche Lawinenabgänge mit Schnee- und Geröllfeldern am Talgrund kämpfen. Nach einem steilen Anstieg gelangten wir in den oberen Talgrund und konnten den weiteren Weg bis zur Güntlespitze sehr gut überblicken. Zahlreiche Kämme und Rinnen sowie weite Strecken mit stetiger Hangneigung waren noch zu überwinden. Aus kleinen Hügeln wurden, aus der Nähe betrachtet, ausgewachsene Bergrücken. Der Schnee verwandelte sich in Schneematsch und gab für die Schneeschuhe keinen großen Halt. Der Anstieg kostete viel Kraft und ließ uns ganz schön schnaufen. Kurz vor dem Gipfel führte dann der Weg im steilen Zickzack hinauf. Jede Kehre wurde zum Ausruhen genutzt. Nach einer gefühlten Ewigkeit standen wir endlich am Gipfelgrat und wenig später am unscheinbaren Gipfelkreuz. Hier oben konnte man gut sitzen, die Berge anschauen und den Rest der Welt für einen Augenblick vergessen. Der Abstieg gestaltete sich nicht ganz einfach. Die Steilheit und mangelnder Grip im Schneematsch ließen uns vorsichtig agieren. Sobald es die Hangneigung zuließ, rutschten wir auf dem Hosenboden etliche Male den Berg hinunter. Doch der Rückweg war lang und zog sich. Endlich hatten wir die schwierigsten Passagen überwunden und näherten uns langsam wieder unserem Ausgangspunkt. Am Parkplatz war noch ein nettes Café geöffnet, wo wir gerne einkehrten. Die anschließende Rückfahrt nach Treuchtlingen verlief ohne Verkehrsbeeinträchtigungen.Kay Mlinzk

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