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Ü60 über 3000

Bergwanderung für Senioren in der Sesvennagruppe (Südtirol) vom 20. – 22. Juli 2016

 Unterkunft:   Sesvennahütte (2256 m) AVS

Leiter:           Karl Meier

Teilnehmer: 8, davon 7 Sektionsmitglieder, 1 Nichtmitglied

Es war heiß auf der Anfahrt und im Anstieg zur Hütte. Von Schlinig aus ging es gemächlich, von vielen Bergblumen begleitet, das Schlinigerbachtal hoch bis zur einer Steilstufe, die mit einem prächtigen Wasserfall verziert war. Oben angekommen belohnte uns ein toller Blick auf den Ortler und seine Trabanten. Vorbei an der Alten Pforzheimer Hütte, die als Denkmal erhalten wird, gelangten wir mit viel Pausen zur schön gelegenen Sesvennahütte. Wir wurden herzlich aufgenommen und freuten uns über die zwei 4-Bett-Zimmer mit eigener Dusche und WC!!! Das Abendmenü schmeckte gut, machte aber nicht alle satt.

Der nächste Morgen brachte Nieselregen und der Hüttenwirt machte uns wenig Hoffnung auf Wetterbesserung. So stellten wir unser Programm um und zogen die Tour zur Uina-Schlucht vor. Am Schlinigpaß überquerten wir die Grenze zur Schweiz und wanderten in mäßigem Tempo abwärts, damit wir die schöne Bergflora auch genießen konnten. Dann standen wir plötzlich am engen Eingang zur Schlucht, die der wilde Bergbach aus den steilen Felsen gearbeitet hatte. Der schmale Weg war in die Felswand geschlagen und wand sich bald hoch über dem Bach durch eine grandiose Felskulisse. Leider war diese Szenerie zu früh zu Ende, aber der schöne Talblick entschädigte. Durch ein Blumenmeer mit Türkenbundlilien wanderten wir noch hinaus zur Alm Uina Dadaint, denn wir hatten ja Zeit. Wir genossen die einfache Bewirtschaftung und die warme Sonne, die sich zwischen den Wolken hervor traute. Der Weg zurück auf gleicher Route brachte nochmals das Erlebnis Uinaschlucht, diesmal von unten nach oben. Inzwischen war auch unsere Hütte in Sonnenschein getaucht, so dass der Tag einen schönen Abschluß auf der Terrasse fand. Hüttenwirt und Koch entschuldigten sich bei uns wegen des knappen Abendessens am Tag zuvor mit einem Schnaps und alles war in bester Ordnung. Am Nebentisch spielte ein Ingolstädter auf einer Quetsch´n, für gute Stimmung war also gesorgt.

Die Tourenumstellung hatte sich bewährt, denn der neue Tag empfing uns mit Sonne. Zwei hatten gesundheitliche Beschwerden, so dass wir uns zu sechst auf den Aufstieg zum Piz Rims machten. Sehr abwechslungsreich an Seen vorbei ging es hoch zur Sesvennascharte (2819 m), von der der Schadler (2948 m) schnell erreicht war. Nun ging es leicht abwärts, den langen Gratrücken entlang und dann über viel Schutt und zum Schluß über Schneefelder wieder hoch zum 3050 m hohen Gipfel des Piz Rims. Viele Verschnaufpausen erleichterten den beschwerlichen Aufstieg, den alle Oldies bravourös schafften. Der Lohn war eine tolle Aussicht auf die umliegenden Gipfel und Täler und eine verdiente Gipfelbrotzeit. Der Abstieg zurück zog sich in die Länge und ein Gewitter streifte uns leicht mit Nieselregen, der erst auf der Hütte in einen kräftigen Platzregen überging. Diesen überbrückten wir mit dem Verzehr von Hüttenschmankerln, bevor wir dann trockenen Fußes den kürzeren Abstiegsweg hinab zum AV-Bus wanderten. Wir blicken zurück auf ein paar schöne Bergtage mit vielfältigen Erlebnissen, einer prima Gemeinschaft und der Erfahrung, dass auch Senioren noch hohe Berge besteigen können. Wenn es auch etwas langsamer geht …

Karl Meier

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