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Viele viele Seen und kleine Abenteuer

Anspruchsvolle Bergwanderung in den Niederen Tauern (Klafferkessel) vom 9. – 11.9.2016

Unterkunft:   Preintaler Hütte (1656 m), Alp. Ges. Preintaler

Leiter:           Karl Meier

Teilnehmer:   7, alles Sektionsmitglieder

Zu einem wunderschönen Wander-Wochenende in den Schladminger Tauern hatte Karl uns vom 09.09. – 11.09.2016 eingeladen. Mit dabei waren Harry, Sabine, Elvira, Katrin, Rudi und Kay.

Nach der schier endlosen Fahrt Richtung München, Salzburg und Bischofshofen näherten wir uns nach ca. 4,5 Stunden endlich unserem lang ersehnten Ziel Schladming und dort das Wilde Wasser Untertal.

Bestes Wanderwetter für die nächsten Tage war vorausgesagt und so ging es direkt vom Wanderparkplatz los zum Aufstieg in Richtung Preintaler Hütte mit 2:30 Stunden Gehzeit. Zunächst durch das wild romantische Tal der wilden Riesach mit Wasserfällen, Stromschnellen, Strudeln, über steile Treppenanlagen und luftige Stahlbrücken sowie einer wunderbaren Seilbrücke immer höher hinauf zum Riesachsee.

Wunderschön in die Berglandschaft eingerahmt, lag er da, der Riesachsee, den wir auf einem bequemen Wanderweg halb umrundeten. Nach und nach kam eine bewirtschaftete Alm nach der Anderen mit frischem Kaffee und Buttermilch in Sicht, die wir aber bald wieder hinter uns ließen.

Wilde Wasser nannte sich unser Tal und das zu Recht. Überall Wasser, reißende Bäche, Wasserfälle, Rinnsale und Bachbetten … Plötzlich standen wir auch schon vor unserer Berghütte, der Preintalerhütte auf 1656 m Höhe, erbaut 1891 und erweitert 1976.

Nach diesem leichten und entspannten Aufstieg zur Hütte konnten wir freundlicherweise gleich unser Quartier beziehen, etwas essen und im Anschluss noch zu einer kleinen Wanderung mit leichtem Gepäck aufbrechen. Ziel waren die Sonntagkarseen am Ende des Tals.

Dazu hieß es aber erst mal wieder steigen. Überall begleitete uns das Wasser in Form von rauschenden Wasserfällen, kleinen und großen Bächen. Bald waren wir am unteren See angekommen mit seinem herrlich klaren Wasser. Zeit um etwas auszuruhen und die Füße zu kühlen. Mit diesem frischen Gefühl machten wir uns noch auf den Weg zum Oberen Sonntagskarsee. Und dann war er endlich da. Eingerahmt in eine schöne Bergkulisse lag der See da. Hier war der Weg zu Ende und so nutzten wir die letzten Sonnenstrahlen zu einer Pause und genossen die Aussicht.

Der Rückweg und Abstieg war nicht wirklich schwer und überall am Wegesrand gab es noch reichlich Blaubeeren. So waren wir bald wieder an der Berghütte, wo wir den Abend in geselliger Runde verbrachten.

Für den zweiten Tag unseres Wanderwochenendes hatte uns Karl eine große Rundwanderung mit Aussicht auf viele Seen versprochen. Wir starteten mit leichtem Gepäck bei schönem, blauen Himmel. Gipfelziel war der Greifenberg mit 2618 m.

Zunächst ging es im Schatten immer stetig bergauf, vorbei an Blaubeer- und Preiselbeerbüschen und grünen Matten. Plötzlich standen wir im Sonnenschein in der schönsten Bergkulisse. Auf dem Weg zu unserem Gipfel erreichten wir die Klafferscharte. Und dort folgte im Klafferkessel ein schöner Bergsee nach dem anderen, glasklar und eiskalt. Das war ein wunderbares Wandern. Dann wieder durch Steinwüste und Geröllhänge, leichte Kletterei mit Seilsicherung hinauf bis zum Greifenberg. Dort erwartete uns eine prima Aussicht auf die vielen schönen Bergseen.

Nach kurzer Rast der Abstieg vom Greifenberg, vorbei am Sattelsee und über gefährlich losen Schutt und Steine, steil hinab in den Greifenbergsattel. Vorbei am wunderschönen Lungauer Klaffersee mit seinen großen Schottersteinen am Ufer. Nun kam der Zwerfenbergsee in Sicht. Wie ein Riesenkrater lag der See tief eingebettet in die umliegenden Bergwände. Ewig stiegen wir hinab, teils durch Bachläufe bis zu seinem Ufer um dort zu rasten.

Nach der Pause ging es wieder gemächlich hinauf zum Sattel des Waldhorntörl, immer die Wegmarkierung rot-weiß-rot fest im Blick. Noch einmal den wunderbaren Rundum-Blick genießen und dann wieder hinabsteigen über steile Passagen mit losen Schutt, vorbei an zwei namenlosen Bergseen. Immer weiter abwärts über Wiesen, Schotterflächen und durch trockene Bachbetten. Plötzlich war unsere Wegmarkierung verschwunden. Doch keine Panik, dank Steinmännchen und unserer Intuition waren wir bald wieder auf dem richtigen Weg. Dann sahen wir in der Ferne schon das feine Band unseres vormittäglichen Aufstiegs leuchten, welches wir bald erreichten. Nun schloss sich der Kreis und wir wanderten auf bekanntem Weg wieder zur Preintaler Hütte zurück. Auf der Hütte gönnten wir uns nach dieser schönen und anstrengenden Tour von 9 Stunden und fast 1300 HM auf und ab erst mal eine ordentliche Pause.

Unser dritter Tag in den Schladminger Tauern sollte etwas ruhiger verlaufen. Wir mussten absteigen und so waren wir mit unserem gesamten Gepäck unterwegs. Aber das Wetter und die Stimmung waren gut. Karl hatte uns einen schönen Höhenweg herausgesucht, der es aber durch sein ständiges Auf und Ab auch in sich hatte. Beständig stiegen wir immer höher hinauf, die Hütte wurde immer kleiner und verschwand bald hinter dem nächsten Bergrücken. Dann waren wir auf dem Plateau, konnten das gesamte Tal mit dem Riesachsee überblicken und wanderten gemütlich in Richtung Neualm (1849m). Links und rechts des Weges wieder reichlich Blaubeerbüsche, von denen wir uns gerne bedienten.

Nach kurzer Rast ging es weiter Richtung Brandalm und Kerschbaumeralm durch dichten Wald hinunter zum Riesachsee. In der ersten Alm nach dem See kehrten wir noch einmal ein und ließen uns die Kuchen, Küchle und Kaiserschmarrn noch einmal richtig schmecken. Der weitere Abstieg verlief ganz bequem über die Forststraße und so war der Weg bis zum Parkplatz nicht mehr weit. Ein erfrischendes Fußbad im Untertalbach machte allen wieder gute Laune und so konnten wir uns getrost auf unseren langen Heimweg machen.

Kay Mlinzk

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