© Copyright: Sektion Treuchtlingen

Auf der Suche nach Schnee

Tour 03 Bergwanderung mit Schneeschuhen im Seniorentempo

23.01.2026

Schnee als Mangelware in den Tuxer Alpen

Bergwanderung mit Schneeschuhen mit Seniorentempo in den Tuxer Alpen vom 23. – 25. Jan. 2026

Unterkunft:  Hotel Klausen in Pill

Leiter:  Karl Meier

Teilnehmer:  6 Mitglieder

 

Schon auf der Anfahrt konnten wir sehen, dass Schnee Mangelware war. Die Berge waren braun mit einzelnen weißen Flecken, nur ganz oben glänzte der Schnee. Ein Glück, dass Karl in weiser Voraussicht Touren mit Seilbahnunterstützung geplant hatte. Von Kaltenbach im Zillertal fuhren wir mit der Bergbahn auf knapp 1800 m, wo es wenig, aber genügend Schnee hatte. Von den gemeldeten 60 cm war nur ein Bruchteil vorhanden. Auf Ziehwegen ging es in ständigem Auf und Ab an der Hubertuskapelle vorbei zur Hochalm, wo wir rasteten und hinauf zu unserem geplanten Gipfel, der Wetterkreuzspitze (2256 m), sehen konnten. Eine gute Stunde war es bis hinauf, aber ein Blick auf die Uhr sagte uns, dass wir es nicht mehr rechtzeitig zur Bergstation schaffen würden. Also wanderten wir wieder zurück und genossen dabei herrliche Ausblicke und die letzten Sonnenstrahlen. In unserem einfachen Hotel wärmten wir uns auf, bevor wir ein tolles Abendessen genießen konnten.

Die geplante Tour von Hochfügen aus legten wir auf Grund von Schneemangel zu den Akten und fuhren stattdessen zur Kellerjochbahn, die uns auf ca. 1800 m brachte. Dann stiegen wir sehr steil zum Arbeserkogel auf 2020 m hoch. Auf einem breiten Rücken wanderten wir dann Richtung Kellerjochhaus hoch. Es war kalt und ungemütlich und ab und zu blies uns der eisige Wind einige Schneeflocken um die Ohren. Kurz vor dem steilen Anstieg zur Hütte hatten drei Wanderer genug und stapften zurück. Die restlichen drei schafften ohne Probleme den Aufstieg zur 2237 m hoch gelegenen Hütte. Alle trafen sich dann im gastlichen Hecherhaus zu Kaffee und Kuchen.

Für den nächsten Tag suchte Karl eine neue Tour mit Seilbahnunterstützung. Das Rangger Köpfl mit einer Tour in der Umgebung sollte es sein. Der Wetterbericht von Bergfex sagte Schneefall ab 11 Uhr voraus und als wir an der Talstation standen, glaubten wir dieser Vorhersage, denn die Gipfel waren schon in Wolken. Es war also ziemlich sinnlos, mit der Bahn hochzufahren und dann im Schneetreiben auf Tour zu gehen. Der Vorschlag von Karl, die Partnachklamm in Garmisch zu durchwandern wurde einstimmig angenommen. Viele andere Leute hatten die gleiche Idee und so bestaunten wir in der Menschenschlange die riesigen Eiszapfen und bizarren Eisgebilde in der Klamm. Eine Einkehr in der Ettaler Mühle rundete einen eher gemütlichen Tag ab.

Es lief nicht alles so ab wie geplant, aber wir haben das Beste aus den widrigen Umständen gemacht.

 

Karl Meier