Bergwanderungen mit Schneeschuhen - 18.-22.01.2026 mit „Berge genießen“
Unterkunft: Hotel Zirbenhof in Innerkrems
Leiterin: Autorisierte Bergwanderführerin Angie Rosenbauer
Teilnehmer: 8
Die Nockberge zählen zu den erdgeschichtlichen Raritäten. Sanfte Bergkuppen inmitten der sonst schroffen Alpen sind ihr charakteristisches Merkmal. Der Name “Nocke” leitet sich von den abgerundeten Formen der bis zu 2.440m hohen Gipfel ab.
Wir hatten das Glück, 5 Tage in dieser beeindruckenden Landschaft in seiner Ursprünglichkeit genießen zu können.
Ausgangspunkt für unsere Touren war wie auch in den vergangenen Jahren das Hotel Zirbenhof in Innerkrems, wo wir mit allerlei Köstlichkeiten kulinarisch verwöhnt wurden.
Bei strahlendem Sonnenschein, aber eisiger Kälte erwanderten wir uns verschiedene Gipfel rund um Innerkrems.
Am ersten Tag stiegen wir ein kurzes Stück auf zur Greiseneckalm, um dort den Umgang mit dem LVS-Gerät zu trainieren.
Für den nächsten Tag war der Grünleitennock (2.160m) unser Ziel. Vorbei an der Kesselgrubenalm und der Jauchza-Hütte galt es über freies, teilweise etwas steileres Gelände eine möglichst angenehme Aufstiegsspur zu finden. Trotz Sonne war hier oben der kalte Wind deutlich zu spüren und so gönnten wir uns erst auf dem Rückweg eine längere Einkehr auf der Jauchza-Hütte, bevor wir ins Tal abstiegen. In unserer Unterkunft wartete schon die Sauna darauf, unsere Muskeln zu lockern.
Für den dritten Tag hatte Angie eine besondere Tour im Gepäck. Über drei Gipfel (Matehanshöhe, Zechnerhöhe und Gaipahöhe) sollte die Tour entlang des Kärntner Grenzweges führen. Bereits am Gipfel der Mathehanshöhe (2.086m) empfing uns ein eisiger Wind, der bis zur Zechnerhöhe (2.188m) immer stärker wurde. Hier am zweiten Gipfel des Tages suchten wir kurz Schutz vor einer ehemaligen Liftstation. Bei minus 14 Grad und starkem Wind war die Gefahr einer Unterkühlung auf dem weiteren Gratweg sehr groß und so wurde der eigentliche Plan geändert: Auf ähnlichem Weg zurück zum Ausgangspunkt; dabei durch windgeschützte Mulden. Die Teilnehmer hatten sichtlich Spaß dabei, sich in der Spurenanlage zu üben. Durch Tiefschnee, das Gelände ausnützen und die jeweilige Hangneigung berücksichtigen waren die Aufgaben.
Der kommende Tag führte uns vom Schönfeld aus über den Süd-Westhang in die Klölingscharte und von dort zunächst auf den Klölingnock (2.144m). Die fitte Gruppe hatte aber noch nicht genug. Der 2. Gipfel des Tages, der Schilchernock (2.270m) sollte an diesem Tag ebenso noch uns gehören. Dabei meisterte das Team auch die etwas steileren Stellen bravourös.
Dann kam schon unser letzter Tag. Um nicht zu spät unsere Rückreise antreten zu müssen, beschränkten wir uns auf eine kurze Tour: das Ziel war der Stubennock (2.092m). Herausforderungen bei dieser Tour: extreme Kälte zu Beginn entlang des Rosanintals und vor der Scharte verschiedene Triebschneeansammlungen.
5 Tage Schneeschuhwandern in einer Naturidylle der besonderen Art, in einer sehr lustigen Gemeinschaft und einer Unterkunft, die mit ihrer Inhaberin Christina Frühauf mit zu einem bleibenden Erlebnis beitrug.
Ganz klar: die Tour gibt’s auch im nächsten Jahr; die Unterkunft ist bereits gebucht.
Eure Angie Rosenbauer