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Auf den Spuren des Bayernkönigs am Soiernhaus

Tour 29_Bergwanderung Soierngruppe

12.09.2026

Ein Bergwochenende voller Geschichte, stiller Momente und eindrucksvoller Wege im Karwendel. Zwei Tage, die uns mit besonderen Eindrücken und großartigen Ausblicken begleitet haben.

Anspruchsvolle Bergwanderung in der Soierngruppe 12.-13.09.2026

Unterkunft: Soiernhaus

Leiterin: Autorisierte Bergwanderführerin Angie Rosenbauer

Teilnehmer: 5

Unser Domizil für das Bergwochenende war das Soiernhaus (1.611 m) im bayerischen Karwendel – ein Ort mit Geschichte. Ursprünglich ließ König Ludwig II. die Hütte errichten, weil er die Stille des abgeschiedenen Soiernkessels schätzte.

Erwartungsvoll starteten wir in Krün bei herrlichem Spätsommerwetter. Für den Zustieg wählten wir den Lakaiensteig, einen schmalen, ausgesetzten Pfad, der ebenfalls auf den König zurückgeht: Er wurde angelegt, damit die Bediensteten schneller am Soiernhaus sein konnten als der Monarch selbst.

Der Steig forderte vom ersten Meter an unsere volle Aufmerksamkeit:

- schmale Bänder, teils mit, teils ohne Drahtseil
- eine steile Leiter
- immer wieder feines, rutschiges Geröll
Mit jedem Abschnitt wuchs unsere Bewunderung für die damaligen „Lakaien“, die diesen Weg regelmäßig zurücklegten.

Am Soiernhaus angekommen, gönnten wir uns eine sonnige Pause, bevor wir mit leichtem Rucksack zur Schöttelkarspitze (2.050m) aufbrachen.

Bis zum Sattel führte ein angenehmer Pfad, unterbrochen von einigen ausgewaschenen Rinnen. Vom Sattel zum Gipfel wurde es alpiner: ein Grat mit größeren Stufen, bröckeliger Fels und im Gipfelbereich klare Anforderungen an die Trittsicherheit.

Die Mühe lohnte sich – oben erwartete uns eine sensationelle Aussicht über das Karwendel.

Zurück an der Hütte freuten wir uns über unsere Tagesleistung: 16 km, 1.256 Hm Aufstieg, 510 Hm Abstieg.

Am nächsten Morgen stand die Gumpenkarspitze (2.010 m) auf dem Programm. Auf dem Weg zum Sattel der Jägersruh hatten wir mehrfach das Glück, Gämsen beobachten zu können – ein stiller, besonderer Moment.

Vom Sattel aus war bereits zu erkennen, dass der weitere Weg häufig über loses Gestein führen würde. Mit viel Achtsamkeit stiegen wir höher, entschieden uns jedoch kurz unterhalb des Gipfels aus Sicherheitsgründen zur Umkehr.

Nach einem ruhigen Abstieg genossen wir am Sattel noch einmal den Blick ins gegenüberliegende Tal, bevor wir über die Soiernerseen zurück zum Soiernhaus gelangten und dort ein letztes Mal einkehrten.

Der Abstieg ins Tal rundete den Tag ab: 17 km, 650 Hm Aufstieg, 1.387 Hm Abstieg.

Fazit:

Ein beeindruckendes Wochenende in einer ganz besonderen Landschaft ging zu Ende – erfüllt von Geschichte, stillen Momenten, anspruchsvollen Wegen und großartigen Ausblicken.

Eure Angie Rosenbauer