Halloween-Wanderung auf den Uhlberg
Auch heuer organisierte Erich wieder eine stimmungsvolle Nachtwanderung zur Ruine der St.-Ulrichskapelle auf dem Uhlberg. Nicht wenige Mystiker erhalten Legenden aufrecht, wonach es dort spuken soll und eine Weiße Frau umgehen würde.
Deshalb war dieser Ort auch in diesem Jahr für uns prädestiniertes Ziel einer Heimatwanderung an Halloween. Natürlich musste dies den Halloweengepflogenheiten und der Mystik angemessen bei Dunkelheit erfolgen.
So trafen wir Teilnehmer uns um 18.00 Uhr nahe Zwerchstraß an der etwas abseits gelegenen sog. „Liegewiese“. Für die Ortsunkundigen war diese Anfahrt bei Nacht schon pures Abenteuer. So funkelten Autoscheinwerfer aus allen möglichen Richtungen auf guten und weniger guten Waldwegen auf den Treffpunkt zu. Lotse Google hatte dabei eindeutig seine Finger im Spiel!
Schließlich waren wir 26 Nachtwanderer geworden, die sich in den finsteren Wald wagten. Stets bergauf erreichten wir relativ schnell die im Taschenlampenlicht unheimlich wirkenden Gemäuer der Kapelle. Mit Fackeln und Grablichtern versetzten wir den mystischen Ort in ein stimmungsvolles Szenario.
Bei mitgebrachen Heiß- und Kaltgetränken sowie süßen Naschereien kam es zu unterhaltsamen Gesprächen, bis man sich wieder auf den Rückweg machte. Spuk und Weiße Frau hatten sich zu unser aller Enttäuschung nicht gezeigt, jedoch waren zwei weitere kleine Personengruppen ebenfalls dem Reiz der Ruine gefolgt und hielten sich ebenfalls dort auf.
Zurück an der Liegewiese verweilten wir noch eine Weile bei einem wärmenden Lagerfeuer, als sich plötzlich zwei wackelnde Lichter näherten. Wer war wohl da noch unterwegs? Das Rätsel löste sich schnell und brachte uns sogleich zum Schmunzeln. Karl und Elisabeth hatten sich gutgläubig einer Gruppe von Gundelsheimern angeschlossen, die in entgegengesetzter Richtung den Uhlberg hinab gewandert waren. Zu spät hatten sie dies bemerkt und mussten deshalb, im Tal angekommen, um den halben Berg herumlaufen, um zu uns und zu ihrem Auto zu stoßen. Tja – die beiden waren nicht die ersten, die sich in diesem Waldgebiet verirrt hatten!
Erich schüttete vor dem Auseinandergehen noch Wasser über das Feuer und löschte damit - symbolisch betrachtet - den Zauber unserer nächtlichen Exkursion.
Ob wir uns im nächsten Jahr wohl wieder auf die Suche nach der „Weißen Frau“ begeben werden?
Engelbert Seider
Homepage: Sammy Jahja