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Tour 14 Toskana

Wanderungen Toskana-Umbrien-Latium

25.04.2026

Bericht über die Wanderungen Toskana-Umbrien-Latium vom 25.04.2026 bis 06.05.2026

 


Leiter:Rosenbauer Gerhard

Teilnehmer: 6

 

 

 

Sehr sehr früh am Morgen des 25. April 2026 starteten wir unsere etwas andere Tour: Wandern, Sightseeing und Kultur standen im Vordergrund unserer Reise. Mit anderen Worten: Ein teilweise weniger bekanntes Italien einfach kennenlernen und genießen.

 


Die Anreise zu unserem ersten Ziel erfolgte problemlos. Über Bologna und Florenz erreichten wir Sovicille in der Nähe von Siena im Herzen des Chianti. Unser Quartier war ein Bauernhof mitten in den Bergen gelegen und nur auf einer schmalen und sehr kurvenreichen Straße, teilweise unbefestigt, zu erreichen. Die Lage: sehr einsam und ruhig – Stille, die man hören konnte. Unsere Gastgeber: total nett und freundlich. Sie versuchten uns nahezu jeden Wunsch zu erfüllten. Da wir die einzigen Gäste um diese Jahreszeit waren, wurden wir von Mama bekocht – Pasta, Fleisch und Süßes zum Nachtisch. Einfach, aber sehr gut. Vom Frühstück, wie es viele in Deutschland gewohnt sind, muss man sich verabschieden. Ein Croissant bzw. Baguette mit etwas Konfitüre oder etwas Schinken dazu, das ist es gewesen. Andere Länder, andere Sitten.

In den folgenden beiden Tagen machten wir Wanderungen, die uns in kleinere Ortschaften mit prächtigen Villen oder einsam gelegenen Kirchen oder zu ehemaligen Klosteranlagen führten. Beeindruckend war auch das Castello di Celsa, welches zwar in Privatbesitz ist aber genau an dem Wochenende unserer Anwesenheit einen Tag der offenen Tür hatte. Eine tolle Gartenanlage und hübsche Aussicht weit in das Hügelland des Chianti. Der absolute Höhepunkt auf dieser ersten Teiletappe war eine Wanderung nach San Gimignano mit seinen vielen Geschlechtertürmen. Dabei durfte die Verkostung vom angeblich welt-besten Eis nicht fehlen: die Gelateria Dondoli!

 


Unser zweites Domizil lag dann bereits in Umbrien. In der Nähe der Stadt Terni hatten wir wieder einen total einsamen Agriturismo gefunden. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir die Stadt Siena ausgiebig. Die aus der gotischen Zeit entstandenen Baudenkmale und die Villen waren sehr beeindruckend. Der riesige Piazza del Campo, mit seinen zweimal jährlich stattfindenden Pferderennen sowie der Dom waren die absoluten Highlights. 

Von unserem neuen Quartier aus unternahmen wir eine Wanderung zu den Cascata delle Marmore. Diese von den Römern künstlich angelegten- und 165 Meter hohen Wasserfälle entstanden durch die Umleitung des Flusses Velino in den Fluss Nera um die Ebene von Rieti fruchtbar zu machen.

Inzwischen ist es 1. Mai geworden. Was macht mehr Spaß als eine Wanderung am Fluss Nera. Dabei entdeckten wir eine Art Biergarten mit Livemusik. Italienische Lebensfreude pur bei Bier/Wein und Cinghiale (Wildschwein).

Ein weiteres Highlight stand am nächsten Tag auf der Tagesordnung: Wir besuchten die Villa Farnese bei Capraola. Dieser Palazzo ist einer der bedeutendsten Paläste der Renaissance in Italien. Die ausgemalten Räume sowie der schön angelegte Garten mit seiner Rinnsal artigen Kaskade liesen einen guten Rückschluss auf die Lebensweise der Adelsfamilien zu. Diese Villa sollte nicht mit der gleichnamigen Villa in Rom sowie der Villa Farnesina, ebenfalls in Rom, verwechselt werden.

 


Unser drittes und letztes Domizil lag in der Nähe von Montefiascone im Hinterland des Lago di Bolsena. Es war ein alter Palazzo der super ausgestattet war. Frühstück gab es in der nebenstehenden Bar – typisch italienisch – wir hatten uns inzwischen daran gewöhnt. 

Eine schöne Wanderung am See, eine Wanderung zu Etruskerkultstätten/Gräbern beendeten und rundeten unser Wanderprogramm ab. Am letzten Tag stand nochmals Kultur auf dem Programm: Orvieto! Das Wetter hatte sich eingetrübt und leichter Nieselregen begleitete uns. Gerade richtig für den Besuch des mächtigen Doms und der unterirdischen Katakomben.

 


Bei der Rückreise bis zum Alpenhauptkamm begleitete uns Dauerregen. Wir hatten somit ein sehr gutes Timing für unseren Urlaub.

 


Zusammenfassend darf festgehalten werden: Tolle Mitreisende mit Katrin, Irene, Rosl, Heidi und Kay. Nette Gastgeber in allen Unterkünften (Agriturismo), abwechslungsreiche Landschaften, tolle kulturelle Eindrücke in unterschiedlichen Fassetten – eben einfach Italien. Auch, wenn für mich persönlich die Kulinarik etwas zu kurz gekommen ist – es gäbe noch vieles auszuprobieren - lohnt es sich immer wieder hin zu reisen! Die Reise sollte eine Art Appetithäppchen gewesen sein, wieder in diese nicht überlaufenen Regionen zu reisen.

Mein Dank geht an die Mitreisenden, die meine Wandervorschläge und das Kulturangebot ohne Murren mitgetragen haben. Es war eine schöne Reise und gerne wieder!

 

Gez. G. Rosenbauer

Homepage: Sammy J.