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Tour 16 Burgen und Felsen auf der Schwäbischen Alb

Mittelgebirgswanderungen in der Schwäbischen Alb vom 23. – 27. Mai 2026

23.05.2026

Unterkunft: Wanderheim Burg Derneck des Schwäb. Albvereins

Leiter: Karl Meier

Teilnehmer: 10 Sektionsmitglieder, davon ein Kind

 


Der Wettergott hat es gut gemeint mit uns, als wir im Pfingstverkehr in die von den meisten „unbekannte“ Schwäbische Alb aufbrachen. Blaubeuren war unser erstes Ziel, wo uns der Eiszeitpfad und der Blaubeurer Felsensteig einiges an Kondition abverlangte. Das Seniorentempo erleichterte den manchmal steilen Anstieg. Vorbei an tollen Felsgebilden wie der „Küssenden Sau“ ging es hoch zur Albhochfläche und dann steil hinunter in die Stadt, wo eingekehrt wurde. Vom berühmten Blautopf war nicht sehr viel zu sehen, denn eine große Baustelle verhinderte doch sehr die Sicht. Schade! Vorbei an Glasfels und Blaufels ging es wieder steil hoch und am Albrand zum Rusenschloss. Den Frauenberg hinunter erreichten wir unsere Autos. Nach einer halbstündigen Fahrt waren wir am heutigen Ziel: unsere Unterkunft auf Burg Derneck. Karl hatte diese ausgesucht, denn er wollte einmal in seinem Leben auf einer Burg übernachten. Von dem auf einem Felsen thronenden Gemäuer standen noch der Burgfried mit Befestigungsmauern und zwei renovierte Gebäude, in den das Wanderheim mit Schlafräumen und Küche und die Burgschänke untergebracht waren. Das Ganze wurde von ehrenamtlichen Mitgliedern des Schwäbischen Albvereins betreut und verwaltet, die sich sehr um ihre Gäste kümmerten.

Am Pfingstsonntag wanderten wir hinab ins romantische Lautertal und auf der anderen Seite durch kühlen Laubwald hoch zur Burg Hohengundelfingen, einer gut erhaltenen großen Ruine mit herrlicher Aussicht. Nach einem Abstieg ins Lautertal und einer Einkehr ging es wieder hoch an den Albrand, diesmal gemächlich. Ein aussichtsreicher Höhenweg führte uns zurück zu „unserer“ Burg.

Am nächsten Tag hatte Karl den Premiumwanderweg „hochgelautert“ ausgesucht, den wir nach einer kurzen Fahrt erreichten und der uns als erstes zur Burgruine Maisenburg führte, von der nicht mehr viel übrig war. Durch eine Felder- und Wiesenlandschaft sowie besonders willkommene kühle Wälder führte der Weg hinab ins Lautertal, wo wir am Bach Station für eine mittägliche Rast machten. Auf einem kurzen, aber sehr steilen Pfad stiegen wir hoch zu den Resten der Burg Monsberg. Durch Wald wanderten wir weiter zur nächsten Burg, der Burg Warstein, dessen Burgfried wir über eine Wendeltreppe erklommen, um dann eine herrliche Aussicht zu genießen. Das sehr schöne Lautertal führte uns dann, vorbei an markanten Felsen, zurück zu unseren Fahrzeugen.

Den Ausgangspunkt für unsere vierte Wanderung, Bad Urach, erreichten wir nach 40 Minuten Autofahrt. Steil ging es hoch durch kühlen (!) Wald zur Burg Hohenurach, einer gut erhaltenen Ruine mit großen Ausmaßen und tollem Panorama. Durch Wald und vorbei an Felsabstürzen mit gelegentlichen herrlichen Ausblicken hörten wir bald das Rauschen des Uracher Wasserfalls. Obwohl dieser wenig Wasser führte, taugte er prima zum Abkühlen. Auf einem schönen Waldpfad ging es weiter zum Gütersteiner Wasserfall, der uns mit seinen mit Moos bewachsenen Felsen und dem großen Wasserbecken sehr gut gefiel. Steil ging es dann hinab ins Maisental und zum Maisenbachstüble, in dessen Biergarten wir es uns gut gehen ließen.

Am letzten Tag wählten wir wieder einen Premiumwanderweg, diesmal den „hochgekeltert“. Von Neuffen wanderten wir mit einer angenehmen Steigung hoch zur Festung Hohenneuffen, deren ausgedehnte Lage eine prächtige Aussicht vom Albrand bis fast nach Stuttgart bot. Vorbei an den Höllenlöchern führte der schöne Pfad am Albtrauf entlang in die Weinhänge von Neuffen. Kaum einer von uns hat gewusst, dass in der Schwäbischen Alb Wein wächst.

Alle haben die Wanderungen bis 12 km prima gemeistert, obwohl es die Sonne mit uns fast zu gut gemeint hat, denn sie brande gnadenlos auf uns herab. Der kühle schattige Wald war uns daher sehr willkommen. Es war diesmal eine etwas andere Tour, eine Tour mit Übernachtungen auf einer Burg.

Karl Meier

Homepage: Sammy Jahja