Unterkunft: Anhalter Hütte (2040 m), DAV
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 7 Sektionsmitglieder
Deutschland stöhnte unter einer Hitzewelle. Eine Teilnehmerin sagte ab, aber das war unbegründet, denn auf 2000 m Höhe herrschten angenehme Temperaturen.
Vom Hahntennjoch, erreichbar auf einer schmalen Bergstraße aus dem Lechtal, starteten wir, zuerst gemächlich, später steil, hinauf zum Steinjöchle (2198 m). Linker Hand bot sich der Falsche Kogel (2388 m) zum Besteigen an, was von zwei Teilnehmern angenommen wurde. Die anderen stiegen auf einem versicherten Steig steil hinunter ins Steinkarle und weiter zur relativ frisch renovierten Anhalter Hütte. Die Lage der Hütte unter der Wand von Maldongrat und Steinmandl beeindruckte alle. Sehr freundlich wurden wir aufgenommen und bezogen ein sehr schönes Zimmer für alle. Nach einer Mittagsrast suchten und fanden wir eine überschaubare, aber schöne Alpenflora auf dem Weg zum Faselfeiljöchl, von dem sich ein herrliches Panorama bot. Nach dem Abendessen wurde noch fleißig an von Elisabeth mitgebrachten Rätseln geraten.
Der Morgen am nächsten Tag war frisch als wir zum Kromsattel aufstiegen und erst zum Tschachaun (2334 m) hoch wurde es wärmer. Der versprochene Blumenberg war es nicht, man kann eben nicht immer so viel Glück haben wie in den letzten Jahren. Trotzdem fanden wir interessante Blumen, die Klaus auch benennen konnte. Auf dem Gipfel war besonders die Nordseite der Heiterwand, einer Wandflucht von 8 km Länge und damit die längste Wand der nördlichen Kalkalpen, beeindruckend. Nach Norden waren die Gipfel der Allgäuer Alpen sichtbar und nach Westen zeigte sich das lange Band der Lechtaler Alpen. Nach einer Mittagsrast auf der Hütte ging es auf dem Anstiegsweg zurück zum Hahntennjoch zu den Autos. Zum Schluß sorgte ein kurzer Schauer für Abkühlung.
Eine gemütliche Tour im Seniorentempo, bei dem die Botanik Vorrang vor dem Bergsteigen hatte, überanstrengte keinen und sorgte so für gute Stimmung.
Karl Meier
Homepage: Sammy Jahja