Tolle Bergerlebnisse trotz Regen und Kälte
Bergwanderung mit Seniorentempo in den Tuxer Alpen vom 16. – 19. Aug. 2026
Unterkunft: Lizumer Hütte (2019 m) ÖAV
Leiter: Karl Meier
Teilnehmer: 6 erwachsene Sektionsmitglieder + 1 Kind
Ganz Europa stöhnte lange Zeit unter der großen Hitze, aber als wir in die Berge wollten, legte ausgerechnet das heiße Wetter eine Pause ein. Als wir vom Lager Walchen auf dem Zirbenweg zur Lizumer Hütte aufstiegen, war es noch warm und der Schweiß floss in Strömen. Uralte Zirben begleiteten uns zur schön gelegenen Hütte, die sehr gut bewirtschaftet wird.
In der Nacht hatte es geregnet und die Temperatur war abgestürzt als wir uns auf den Weg zu den Torseen machten. In Stufen stiegen wir hoch zum 2386 m hohen Torjoch, wo uns ein kalter Regenschauer empfing. Eisiger Wind ließ die Frage über den weiteren Ablauf der Tour aufkommen. Zwei Teilnehmer zog es zurück zur warmen Hütte, fünf wollten die verregneten Torseen kennenlernen und zweien davon peilten das 2508 m hohe Ramsjoch an. Alle trafen sich dann mehr oder weniger naß auf der Hütte wieder. Von der angenehmen Hüttenstube aus konnte man beruhigt die vorbeiziehenden Regenschauer beobachten.
Für den nächsten Tag war besseres Wetter vorhergesagt, aber das Wetter hielt sich leider nicht an die Prognose. Schon auf der Melkanlage der Lizumer Alpe mussten wir uns unterstellen, denn ein kräftiger Schauer zwang uns zu einer Pause. Einigermaßen trocken erreichten wir das Klammjoch (2359 m) mit dem Klammsee. Es war kalt und wir sehnten uns nach ein klein wenig „Hitze“. Eingemummt ging es weiter zum Skispitzl (2450 m) und zur Mölser Sonnenspitze (2496 m) und querfeldein zurück zum Klammjoch. Einer hatte genug von Nässe und Kälte und machte sich auf den Rückweg, während die anderen die Klammspitze (2510 m) „mitnahmen“. Ehe es wieder regnete waren alle wieder wohlbehalten auf der Hütte und genossen das gute Essen.
Als wir am Abstiegstag vor die Hütte traten, konnten wir es fast nicht fassen: blauer Himmel und Sonne pur. Auf einem Stück des Inntalhöhenwegs stiegen wir erst auf und dann auf gleicher Höhe mit herrlichen Ausblicken weiter Richtung Weidener Hütte. Der tolle Pfad mit urigen Zirben war länger als geplant, sodass wir etwas verspätet auf den Außermelangalmen ankamen. Eine Pause mit Kaminwurz und Käseplatte musste aber sein. Auf dem Zirbenweg ging es dann weiter zu unseren Fahrzeugen.
Wir haben das Beste aus den verregneten Tagen gemacht und konnten schöne Erlebnisse mit nach Hause nehmen.
Karl Meier
Homepage: Sammy